GRÜNE für alternative Nutzung von Fußgängerunterführungen

Die Grünen haben in der Bezirksvertretung Barmen und im Ausschusses für Stadtentwicklung und Bauen beantragt, alternative Nutzungen für nicht mehr benötigte Fußgängerunterführungen unter der B 7 zu prüfen.

Konkret sollten der Bereich der Adlerbrücke, der Loher Straße und unter der Kreuzung „Alter Markt“ geprüft werden.

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Diese dunklen, wenig attraktiven und nicht mehr zeitgemäßen Fußgängerunterführungen, die ohnehin schon länger geschlossen sind und zudem kaum noch genutzt werden, sind ein Relikt aus den Zeiten, als die autogerechte Stadt als Leitbild der Stadt- und Verkehrsplanung galt. Heute entsprechen diese Querungsmöglichkeiten sowohl aus Sicherheits- als auch aus Komfortgründen und vor allem hinsichtlich einer barrierefreien Führung des Fußverkehrs nicht mehr den Bedürfnissen der Menschen die zu Fuß unterwegs sind und wurden ohnehin im Laufe der Jahre durch oberirdische Fußgängerampeln ersetzt.

„Wir haben uns diese Tunnelsysteme im Herbst letzten Jahres mit einem Vertreter der „Skatefabrik“ angesehen, der total begeistert war und sich sehr gut vorstellen konnte, dort Angebote für jugendliche Skater*innen zu schaffen“, so Stadtverordneter Timo Schmidt.
„Die Flächen bieten aufgrund ihrer zentralen Innenstadtlage und einer guten ÖPNV-Anbindung gerade für Jugendliche ein hohes Potenzial, wie es sich bei einem Beispiel in Oldenburg gezeigt hat“.

Dort wurde ein ehemaliger Fußgängertunnel nach seiner Schließung in eine Skateanlage umgewandelt und wird von einem eingetragenen Verein betrieben, so war dies auch in Barmen angedacht. Obwohl die Barmer Bezirksvertretung das Vorhaben einstimmig begrüßt hat, wurde es im Stadtentwicklungsausschuss von der Mehrheit der Vertreter von CDU und SDP abgelehnt.

„Das ist für mich völlig unverständlich,“ sagt der stadtentwicklungspolitische Sprecher der GRÜNEN, Stadtverordneter Rainer Widmann, „denn hier sollte ja zunächst nur die technische Realisierbarkeit geprüft werden. Den eventuellen Betrieb der Anlage wollte zudem die Skatefabrik übernehmen und hätte die Tunnel dann auch abgesperrt und nur während der Nutzungszeiten mit entsprechendem Personal betreut und geöffnet. Vor allem hätten die Jugendlichen dort auch Partys und kleinere (auch mal laute) Konzerte veranstalten können, ohne dass andere Menschen gestört worden wären“, so Widmann weiter.

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