Schlüsselprojekte der Bezirksvertretungen: Radweg-Überflieger in Oberbarmen

Wann löst der Oberbürgermeister seine Zusage ein?

Auf Initiative der CDU-Fraktion hat sich die Bezirksvertretung Oberbarmen vor mehr als anderthalb Jahren für den Bau eines sog. „Radweg-Überfliegers“ als Schlüsselprojekt im Bereich Am Diek/Vor der Beule ausgesprochen. Der Oberbürgermeister hatte angeboten, sich für diese „Schlüsselprojekte“ persönlich und mit seinem Büro einzusetzen und sich durch seine Moderation und sein Interagieren im Verwaltungsvorstand für die konkrete Zielerreichung stark zu machen.

Der Nächstebrecker Stadtverordnete Christian Wirtz, Mitglied im Verkehrsausschuss, erläutert: „Der Lückenschluss zur Nordbahntrasse in Form des sog. Radweg-Überfliegers war uns in der Rats- und BV-Fraktion besonders wichtig. Die aktuelle Unfallstatistik im Bereich Am Diek / Vor der Beule zeigt, dass wir mit unserem Vorschlag richtig lagen. Es gibt ein konkretes Problem bei der Radwegeführung in diesem Bereich. Der Überflieger könnte eine kreuzungs- und konfliktfreie Verkehrsführung für alle Nutzerinnen und Nutzer der Nordbahntrasse schaffen.“

Doch passiert ist seit der Beschlussfassung in der Bezirksvertretung in den vergangenen 21 Monaten nur wenig. Statt ein Ingenieurbüro mit der Machbarkeitsstudie zu beauftragen, wird auf die Ergebnisse einer Masterarbeit zu diesem Thema gewartet. Eine fachliche Auswertung dieser Arbeit liegt der Bezirksvertretung bis heute nicht vor.

Christian Wirtz führt weiter aus: „Wir haben es hier in diesem Bereich in den vergangenen zwei Jahren mit einer Unfallhäufung zu tun, so dass die Unfallkommission jetzt Sofortmaßnahmen erlassen hat. Die Entwicklung in diesem Bereich war jedoch vorhersehbar, schließlich gab es im Bereich der Auffahrt zur Nordbahntrasse schon länger Probleme im Zusammenspiel mit anderen Verkehrsteilnehmenden.“

Michael Schulte, Sprecher der CDU-Fraktion im Ausschuss für Stadtentwicklung und Bauen, ergänzt: „Aus unserer Sicht liegt mit dem Vorschlag eines Radweg-Überfliegers eine für alle Verkehrsteilnehmenden sinnvolle Lösung längst auf dem Tisch, doch die Verwaltung lässt sich hier mal wieder jede Menge Zeit.  Wo ist eigentlich die zugesagte Unterstützung durch den Oberbürgermeister bei der Umsetzung dieses Projektes?“

 

Kommentare

  1. Susanne Zweig sagt:

    Das Problem, dass sich der gesamte Radverkehr der Nordbahntrasse zwischen Luhnsstr. und der Firma Cleff einen Gehweg(!) und eine Ampel mit Fußgängern teilen muss, gibt es seit ihrer Fertigstellung 2014. (Das ist so, als ob der Verkehr einer Autobahn für 500 Meter über eine Fahrradstraße geleitet würde.)

    Die Idee einer Radwege-Brücke gab es mindestens schon 2015. Die einer „Protected Bike Lane“ 2016. Alles „spinnerte“ Ideen von Wuppertalbewegung, ADFC und IG Fahrradstadt.

    Die Profis vom Verkehrsressort warten lieber 9 Jahre, bis es endlich Druck von der Unfallkommission gibt.

  2. Norbert Beutel sagt:

    Welcher Partei gehört der OB an?

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