Presseerklärung zum Angriff auf Erwerbslosen-Verein Tacheles

In der Nacht zum 21.10.2017 haben Unbekannte den Erwerbslosen-Verein Tacheles am Loher Bahnhof angegriffen.

Mit einem Stein wurde ein Fenster im 1. Stock eingeworfen, welches zu einem privat genutzten Zimmer gehört. Verletzt wurde niemand.

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Nach der vorhergehenden Diffamierungs- und Rufmordkampagne gegen Tacheles und den Vereinsvorsitzenden Harald Thomé gehen wir davon aus, dass es sich um einen Anschlag aus der rechtsextremistischen Szene handelt.

Harald Thomé war in den vergangenen Wochen massiv mit Zuschriften aus der rechten Szene bedroht worden. Politisch sind diese Drohungen und der gerade verübte Anschlag in die Linie einzuordnen, die Gauland von der AfD vorgibt, wenn er sagt „Wir werden Frau Merkel oder wen auch immer jagen. Und wir werden uns unser Land und unser Volk zurückholen“.

Der Verein Tacheles besteht seit 24 Jahren. Er wurde aus Anlass des rassistischen Pogroms in Lichtenhagen und der Brandanschläge von Solingen und Mölln gegründet. Er will mit seiner Beratungsarbeit und Interessenvertretung einkommensschwacher Menschen einer rassistischen Mobilisierung – damals wie heute – den Boden entziehen. Er ist in verschiedenen Bündnissen und Gruppen tätig, die antifaschistische und antirassistische Arbeit leisten, eine Tätigkeit, die nach dem Wahlerfolg der AfD besonders wichtig ist.

Die Wuppertaler Gruppe „kein mensch ist illegal“ schätzt die Arbeit von Tacheles und von Harald Thomé sehr und erkärt sich mit ihnen solidarisch.

Wuppertal, 25.10.2017
i.A. der Wuppertaler Gruppe „kein mensch ist illegal“

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