Jetzt neu: „Expreß-Baustellen“ mit Tempo 50
Foto: N.Bernhardt
Die neue Staustelle Gathe/Uellendahler Straße in Höhe der Einmündung Wiesenstraße.
Wer von der Gathe zur Autobahn will, kommt nicht an der neuen Staustelle in Höhe der Wiesenstraße vorbei. Allerdings haben sich die Offiziellen etwas ganz besonderes ausgedacht: die „Expreßbaustelle“:
- Die Ankündigung „Baustelle“ und „Tempo 30“ sind die halbe Zeit hinter einem Baum versteckt. Sieht keiner, interessiert also keinen.
- Auf die Verschwenkung auf die Gegenfahrbahn wird *natürlich* nicht hingewiesen. Aber aufgrund der zufällig angeordneten Hindernisse aka Baken und Absperrschranken wird man irgendwie schon richtig gelotst.
- Just vor der Baustelle ist dann wieder Tempo 50 angeordnet. Ob es sich um eine temporäre oder „normale“ Anordnung handelt, ist für den vorbeihuschenden Verkehrsteilnehmer *natürlich* nicht erkennbar. Also darf man in der Baustaustelle Tempo 50 fahren, denn sonst hätte man das Schild ja ordentlich ausgekreuzt.
Expreßbaustelle heißt in Wuppertal nicht etwa, daß die Baustelle so schnell wie möglich wieder verschwindet. Expreß heißt in diesem Fall Tempo 50.
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So viel zum Thema tägliche Kontrolle der Baustellensicherung und -anordnung. Man hat das Gefühl, daß
– entweder keine Baustellenkontrolleure bei der Stadt vorhanden sind,
– die immer woanders kontrollieren, oder
– sich die Prüfung darauf konzentriert, daß der gemeinsam eingenommene Kaffee im Bauwagen den eigenen Qualitätskriterien entspricht.
Oder, um es mit den Worten eines (ehemaligen) städtischen Abteilungsleiters zu formulieren: Wenn da ein Bagger steht, dann reicht ihm das als „Absperrung“. RSA, StVO, VOB, VOL und wie sie alle heißen interessieren dabei nicht.
Nur so kann es passieren, daß anders abgesperrt als angeordnet wird oder temporäre Verkehrszeichen nach Lust und Laune umgestellt sind.
In Vohwinkel waren wochenlang Schilder zur Einrichtung einer Einbahnstraße auf der „Langen Brücke“ abgestellt. Vz 267 und Vz 220. Jeder Passant durfte sie so drehen, wie er Spaß hatte. Seit Montag gelten sie.
Erkennungszeichen: am Brückenanfang und -ende stehen je neue 3×3-Meter-Baustellen. Dazwischen nix. Die neue Einbahnstraße wenigstens für den Radverkehr freizugeben – unvorstellbar.
Auf der Vohwinkeler Str. stadtauswärts steht kurz vor der Haaner Grenze seit Wochen ein Tempo-30-Schild wg. Baustelle. Nur die Baustelle fehlt. Regelgeschwindigkeit: Tempo 70.
Positivbeispiel Baustelle auf dem B7-Radweg Friedrich-Ebert-Str.: Radweg-Ende davor, Radweg-Anfang dahinter. Mehr brauche ich nicht.
Schön, wenn man auf den ersten Blick zwischen beiseite gestellten und gemeinten Schildern unterscheiden kann.