Hitze ist kein Ausnahmezustand mehr!
Hitze ist kein Ausnahmezustand mehr:
GRÜNE fordern konsequenten Hitzeschutz für Wuppertal und danken Rettungskräften
Die extremen Temperaturen der vergangenen Woche haben die Grenzen der Belastbarkeit in unserer Stadt aufgezeigt. Die GRÜNEN sprechen allen Rettungsdienstkräften, Ärztinnen, Ärzten und Pflegepersonal ihren tiefen Dank und höchsten Respekt für den unermüdlichen Einsatz unter erschwerten Bedingungen aus. Gleichzeitig mahnt die Fraktion: Es darf nicht sein, dass wir jedes Jahr das Rad neu erfinden müssen, während die Klimakrise bereits Realität ist.
„Hitze ist planbar und kein Zufallsprodukt mehr“, betont Ulrich T. Christenn, umweltpolitischer Sprecher der GRÜNEN-Fraktion. „Dass ein Krisenstab erst tagt, wenn die Temperaturen bereits über 35 Grad gestiegen sind, obwohl die Wettervorhersagen seit Tagen eindeutig waren, zeigt eine gefährliche Reaktionskultur. Wir müssen vorausschauend handeln, statt nur auf die nächste Hitzewelle zu reagieren.“
Besonders kritisch sehen die GRÜNEN die Umsetzung des städtischen Hitzeaktionsplans. Die aktuelle Kommunikation der Stadt reicht nicht aus: Wenn auf der Homepage lediglich Bäder und Parks als kühle Orte gelistet werden, greift dies zu kurz. Es bedarf einer umfassenderen Strategie zur Identifikation und Kommunikation von kühlenden Rückzugsorten im gesamten Stadtgebiet.
Ein massives Problem bleibt zudem der Schutz vulnerabler Gruppen und des Personals in den Notfallstrukturen. „Wir bringen überhitzte Patientinnen und Patienten in überhitzte Notaufnahmen, während das Personal unter extremer körperlicher Belastung arbeitet“, so Liliane Viola Pollmann, ordnungspolitische Sprecherin. Besonders besorgniserregend sei, dass auch in Feuer- und Rettungswachen bisher keine flächendeckende Klimatisierung bedacht wurde. „Hier geht es nicht um Luxus, sondern um grundlegenden Arbeits- und Patientenschutz sowie die Sicherheit unserer Infrastruktur. In Wuppertal hat keine Feuerwehrstation eine ausführliche Klimatisierung.“
Die GRÜNEN fordern die Stadtverwaltung daher auf, den Hitzeaktionsplan konsequent und transparent umzusetzen, die Kommunikation zu verbessern und bauliche Maßnahmen zum Hitzeschutz – insbesondere in Pflegeheimen, Krankenhäusern und Rettungswachen – priorisiert voranzutreiben. Wuppertal muss jetzt eine Stadt werden, die nicht nur auf die Hitze reagiert, sondern aktiv gegen ihre Folgen plant.
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