Ein „Junges Europa“ gegen Großmacht-Willkür!

Aber auch Befürchtungen: Wie könnten die USA im Konfliktfall mit europäischen Staaten umgehen? Europa sollte stärker werden. Einigkeit macht stark. Insbesondere jüngere Leute sollten aktiv werden.

Die Festnahme des venezolanischen Präsidenten in seiner Wohnung durch US-amerikanische Einsatzkräfte weckt Protest.
In seiner Neujahrsansprache sagt Friedrich Merz: „Wir sind nicht Opfer von äußeren Umständen. Wir sind kein Spielball von Großmächten.“ Sowohl, was Deutschland als auch Europa betrifft, ist das eher ein frommer Wunsch als eine Beschreibung der Wirklichkeit. Deutschland alleine ist ein zu kleines Licht, und Europa ist nicht ausreichend geeint. .
Die Demokratiemängel sowie Zerrissenheit und die draus resultierende Machtlosigkeit der Europäischen Union erweisen sich in der aktuellen Krisensituation als Grund für ausgesprochene Mängel der europäischen Politik. Ähnlich war die polirische Lage in Deutschland und Italien in den ersten Jahrzehnten des 19 Jahrhunderts. Eine literarische Protestbewegung vor der Revolution von 1838 trug den Eigennamen „Junges Deutschland“. Darüber steht bei Wikipedia:
„Der Name Junges Deutschland … auf, ist durch Ludolf Wienbarg populär geworden, der seine Ästhetischen Feldzüge 1834 mit den programmatischen Worten einleitet: „ … Dir, junges „Deutschland, widme ich diese Reden, nicht dem alten“.“
Aber es gab auch die „Junghegelianer“, zu denen u.a. Marx und Engels gehörten. Über „Jüngers Italien schreibt Wikipedia: Das war „der Name einer… 1831… gegründeten politischen, radikaldemokratischen[1] Vereinigung des Risorgimento (der Periode des italienischen Einigungsprozesses im 19. Jahrhundert), die zur Zeit des Metternichschen Systems eine unitarische, unabhängige Italienische Republik schaffen wollte.“
Ein „Junges Europa“ könnte ähnliche Ziele haben; wenn auch die Kräfte der Vergangenheit jetzt ganz andere sind.
Der US-amerikanische Präsident Donald Trump scheint eine Expansionspolitik aus der Mottenkiste des 19. Jahrhunderts zu betreiben. Damals scheiterte der Versuch, die britische Kolonie Kanada zu annektieren, und jetzt misslang das vorerst bei dem unabhängigen Staat Kanada. Eine Trumpsche Innovation scheinen die Gelüste auf Grönland zu sein, das ein autonomes Gebiet unter der dänischen Krone ist – ein Teil der EU und der NATO.. In der Monroe-Doktrin aus dem 19. Jahrhundert wird die westliche Hemisphäre als US-amerikanischer Einflussbereich deklariert, aus dem sich die europäischen Kolonialstaaten herauszuhalten haben. Heute sind es wohl eher Staaten wie China, Russland und der Iran, die in Lateinamerika keinen Einfluss haben sollen. Aber die USA schienen lateinamerikanischen Staaten wie Kolonien behandeln dürfen.
Wie es scheint, geht Trump von einer historischen Sonderstellung der USA aus, einer „offensichtlichen Bestimmung“ der USA, die Weltpolitik zu dominieren. Er meint wohl: „Am US-amerikanischen Wesen soll die Welt genesen.“ Aber das werden wohl nicht alle lateinamerikanischen Staaten wollen, und wir könnten in iener sinngemäßen Abwandlung einer Aussage von Alexander Hamilton aus dem 19. Jahrhundert sagen.
„Allzu lange haben Tatsachen diese arroganten Ansprüche der US-Amerikaner gestützt. Uns obliegt es, die Ehre des Menschengeschlechts wiederherzustellen und den anmaßenden Bruder Mäßigung zu lehren. Die Einigkeit wird uns dazu befähigen. Uneinigkeit wird seinen Triumphen ein weiteres Opfer beifügen. Europäer sollen verschmähen, Werkzeuge US-amerikanischer Größe zu sein!“
In der aktuellen Situation könnte in diesem Text auch „Europa“ durch „Venezuela“ ersetzt werden. Die venezolanische Vizepräsidentin, die jetzt geschäftsführende Präsidentin ist, brachte das für ihr Land auf den Punkt: „Wir werden nie wieder eine Kolonie sein.“ Und in den USA gibt es die ersten Proteste unter dem Slogan „No blood for oil!“
Ein geeigneter Slogan für Proteste in Deutschland könnt lauten: „Kein Blutvergießen für Öl!“ In Anknüpfung an die Demonstration in Hamburg kommt auch in Frage: „USA Hände weg von Venezuela!“ Die 68er Studentenunruhen hatten den Vietnamkrieg als konkreten Auslöser, die Kritik erstreckte sich dann aber auf einen viel weiter gesteckten Rahmen. Jetzt ist es wohl wieder Zeit für den Aufruf: „Runter vom Sofa!“
Es gibt eine europäische Partei für jung Leute: VOLT. In der Hochschulstadt Darmstadt hat sie bei den letzten Kommunalwahlen fünf Sitze errungen. Und sie besteht im dortigrn Stadtrat nicht nur aus Hinterbänklern. In Wuppertal hat VOLT bei der Kommunalwahl viel schwächer abgeschnitten, aber in einer Universitätsstadt sollte wesentlich mehr möglich sein. Es geht nicht nur um Klimaschutz, und Nachhaltigkeit sondern auch und vor allem um die Erhaltung unserer kontinentaleuropäischen Werte, unseren sozialen Rechtsstaat-

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