Anja Liebert: 49-Euro-Ticket muss optimiert werden

Vor allem die Verknüpfung Bahn-Fahrrad muss verbessert werden, sagt die Wuppertaler Abgeordnete.

Anja Liebert 49-Euro-TicketAnja Liebert 49-Euro-Ticket

Am 1. Mai soll das 49-Euro-Ticket kommen. „Und ich freue mich drauf“, erklärt Anja Liebert, Grüne Bundestagsabgeordnete für das Bergische Land. Eine Etappe auf dem Weg zur Verkehrswende sei damit geschafft. „Aber es bleibt noch Luft nach oben“, erklärt die Abgeordnete. „Ein deutschlandweit gültiges Ticket für den ÖPNV ist von Millionen Menschen sehnsüchtig erwartet worden, jetzt kommt es endlich. Damit das Deutschland-Ticket aber auch zu einem Ticket für ganz Deutschland wird, müssen wir in Zukunft mehr Anreize schaffen. Damit das eigene Auto zum Auslaufmodell wird.“

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Liebert nennt als Beispiele mehr Sharing-Angebote, mehr Mobilstationen und einen Ausbau der Infrastruktur. „Mit Fokus auf die Schiene und nicht die Autobahn“, betont Liebert. „Gerade auf dem Land ist der ÖPNV in vielen Regionen noch keine Alternative.“

Auch die Verknüpfung Bahn-Rad müsse optimiert werden. „Wer mit dem Rad zum Bahnhof fährt, muss sichere und schnell erreichbare Abstellanlagen vorfinden. Dass es nach aktuellem Stand allerdings regionale Unterschiede gibt – von der kostenlosen Fahrradmitnahme über Einzelticketkauf bis hin zu Abomodellen – passt nicht mehr in unsere Zeit. Die Kleinstaaterei muss aufhören“, erklärt Liebert, die eine Optimierung der Ticketstruktur fordert.

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Kommentare

  1. Wolfhard Winkelströter sagt:

    Bevor man über die Mitnahme von Fahrrädern nach denkt, muss erstmal in allen Zügen für genügend Platz für Räder sorgen.

    Szenen wie vor Corona im RE13 an schönen Samstagen darf es nicht mehr geben. Regelmäßig gab es Verspätungen, weil Radfahrer Innen sich weigerten auszusteigen, wenn der Platz für Kinderwagen oder Rollstühle gebraucht wurde.

    Hier sollten die Grünen im Landtag Druck machen und bei den Verträgen mit Bahngesellschaften für ausreichend Platz für alle sorgen.

    Ähnliches Bild in den Bussen hier. Wichtig ist das die Fahrer geschult werden und sofort eingreifen, wenn Personen mit Rad den Platz für Kinderwagen und Rollatoren nicht unverzüglich freimachen. Es geht nicht das Behinderte draußen bleiben, weil sie den Konflikt scheuen.

    1. Anja Liebert sagt:

      Grundsätzlich gebe ich Ihnen Recht. Ja, wir brauchen für alle Fahrgäste – ob zu Fuß unterwegs oder mit dem Fahrrad – bessere Mitnahmemöglichkeiten in den Zügen. Aber wir brauchen auch bessere und sichere Abstellanlagen an den Bahnhöfen und Haltepunkten.

      Insgesamt muss einfach mehr Geld für die Infrastruktur des ÖPNV aufgebracht werden. Das fordern wir Grünen übrigens unabhängig vom Deutschland-Ticket und auch schon länger: mehr Geld für die Schiene.

      Das umfasst nicht nur einen Streckenausbau, sondern auch die Bereitstellung von mehr Waggons, um mehr Kapazitäten für Mitreisende zu schaffen.

      MfG

      Anja Liebert

  2. Susanne Zweig sagt:

    Aktuell kostet ein Nahverkehrsticket für den gesamten VRR über 200 € im Monat. Dafür gab es bisher Linienstreichungen, Taktausdünnungen, Unzuverlässigkeit, Maskenpflicht und Personalmangel. Nun soll ein Nahverkehrsticket für ganz Deutschland 49 € kosten. Woher genau sprudelt dann plötzlich das Geld für mehr Sharing-Stationen, mehr Mobilstationen und den Ausbau der Infrastruktur?

    Wer am ÖPNV etwas optimieren will, sollte erst mal wissen, wo er steht.

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