Wuppertaler Schwebebahn erhält Briefmarke der Serie „Zeitreise Deutschland“
Gestaltung des Postwertzeichens und der Ersttagsstempel: Chayenn Gutowski und Thomas Steinacker, Bonn. Bildrechte: Wuppertaler Stadtwerke, Frank Gleitsmann
Ort des Geschehens waren am Erstausgabetag die Räume der Wuppertal Touristik in Elberfeld. Mit dabei waren Oberbürgermeisterin Miriam Scherff und Sabine Schnake, Geschäftsführerin der WSW mobil GmbH. Das Motiv zeigt zwei Ansichten des weltberühmten Verkehrsmittels aus den Jahren 1901 und 2025 jeweils an der heutigen Station „Robert-Daum-Platz“, die 1901 noch „Breite Straße“ hieß. Die Briefmarke hat einen Wert von 95 Cent und ist für den Versand von Postkarten und Standardbriefen innerhalb Deutschlands geeignet. Zu diesem Anlass gibt die Deutsche Post zudem einen passenden Sonderstempel heraus.
Fünfte Briefmarke der Serie „Zeitreise Deutschland“
Die fünfte Briefmarke der Serie „Zeitreise Deutschland“ thematisiert nach eines der bekanntesten Verkehrsmittel weltweit: die Wuppertaler Schwebebahn. Sie ist nicht nur ein Symbol für technische Innovation, sondern auch für die Geschichte und Identität der Stadt. Die Idee zur ältesten noch betriebenen Einschienen-Hängebahn entstand Ende des 19. Jahrhunderts durch den Unternehmer und Ingenieur Eugen Langen (1833–1895), um den steigenden Anforderungen an den Personenverkehr in einer topografisch anspruchsvollen Region gerecht zu werden.
Verkehrsmittel unter Denkmalschutz
Die Bauarbeiten begannen 1898 und dauerten bis 1903. Der offizielle Fahrgastbetrieb begann am 1. März 1901 auf dem Teilabschnitt Kluse-Zoo. Der komplette westliche Streckenteil bis nach Vohwinkel wurde ab dem 24. Mai 1901 befahren. Ein besonderes Ereignis ereignete sich schon zuvor: Kaiser Wilhelm II. und seine Gemahlin Auguste Viktoria unternahmen am 24. Oktober 1900 eine Probefahrt.
Die Schwebebahn überstand Kriegszerstörungen und wurde bereits ein Jahr nach dem Zweiten Weltkrieg wieder in Betrieb genommen. Weltweite Berühmtheit erlangte sie 1950 durch die spektakuläre „Elefantenfahrt“ der Elefantendame Tuffi, die aus einem fahrenden Wagen in die Wupper sprang und nahezu unverletzt blieb. Seit 1997 steht die Schwebebahn unter Denkmalschutz und gilt als Wahrzeichen der Stadt Wuppertal.
Benjamin Löwen, Vice President Frankierung der DHL Group: „Mit der Sonderpostwertzeichen-Serie ‚Zeitreise Deutschland‘ verbinden wir historische und moderne Ansichten eines Ortes. Die Wuppertaler Schwebebahn zeigt dabei eindrucksvoll, wie sich Tradition und Fortschritt über 125 Jahre harmonisch vereinen.“
Mobile Sonderpostfiliale am Erstausgabetag
Oberbürgermeisterin Miriam Scherff sagt: „Ich freue mich sehr, dass das Jubiläumsjahr der Schwebebahn mit einer Sonderbriefmarke eingeläutet wird. Denn die Schwebebahn ist das Rückgrat unseres öffentlichen Nahverkehrs, das die Stadtteile in der Talachse staufrei verbindet – und das seit 125 Jahren! Über 80.000 Fahrgäste nutzen sie am Tag, Tendenz steigend. Außerdem ist sie unser Wahrzeichen und Alleinstellungsmerkmal, das viele Besucherinnen und Besucher anzieht. Nun kann sie auch auf Briefen und in Sammler-Alben glänzen!“
Sabine Schnake, Geschäftsführerin WSW mobil GmbH: „Die Sonderbriefmarke ist für uns eine besondere Anerkennung. Sie zeigt, welchen Stellenwert die Schwebebahn bundesweit hat, und würdigt zugleich die Arbeit der vielen Menschen, die seit 125 Jahren für einen zuverlässigen Betrieb sorgen.“
Vor Ort wurde eine mobile Sonderpostfiliale eingerichtet. Dort konnten Interessierte die Briefmarke sowie weitere philatelistische Produkte erwerben. Zudem wurde der Sonderstempel geführt.
Quelle: Stadt Wuppertal
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