Fuss e.V.: Fußgängerin schwer verletzt: Abbiege-Unfall an Ampel!

Veröffentlichung eines Polizeiberichtes "POL-W: W Unfall zwischen PKW und Fußgängerin - Frau schwer verletzt"- vom 13.02.2026 – 08:04

An der Kreuzung Uellendahler Straße zur Schleswiger Straße erlitt gestern Nachmittag (12.02.2026, gegen 17:15 Uhr) eine Fußgängerin schwere Verletzungen beim Zusammenstoß mit einem PKW.

Die 46-jährige Fahrerin eines Mercedes beabsichtigte von der Schleswiger Straße nach links in die Uellendahler Straße abzubiegen. Hierbei kam es zur Kollision mit einer 25-jährigen Wuppertalerin, die zu Fuß die Uellendahler Straße an der dortigen Ampel überqueren wollte.

Aufgrund der Schwere der Verletzungen, musste die Frau vom Rettungsdienst in ein Krankenhaus gebracht werden.


Wir wünschen der verletzten Frau alles Gute und eine baldige Genesung.

Alle anderen beteiligen Personen mögen den Unfall gut verkraften.


Kommentar:

Wieder einmal ist es an einer Ampel beim Abbiegen zu einem Unfall gekommen. In vielen ähnlichen Fällen ist eine Konfliktschaltung schuld. Abbiegende Fahrzeuge haben zur gleichen Zeit Grün wie die Fußgänger. Natürlich kein Freibrief führ den Fahrzeugführer, denn sie müssen auf den querenden Fußgänger Rücksicht nehmen und ihn ungefährdet durchlassen.

Diese Konfliktschaltungen werden gerne eingesetzt, um den Fahrzeugen länger Grün zu gewähren. Aber eben auf Kosten der schwächsten Verkehrsteilnehmer. Dies muss endlich aufhören.


V. i. S. d. P.:
Wolfhard Winkelströter
Mitglied Fuss e.V. Ortsgruppe Wuppertal

Weitere Informationen zu Fuss e.V. unter https://www.fuss-ev.de und zu Wuppertal Startseite – Wuppertal – FUSS e.V.
Erreichen Sie einen Ansprechpartner vor Ort über den Ortsverband des Fuss e.V. Wuppertal.
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Kommentare

  1. Klar, auch die Fußgänger müssen umdenken. Die einen müssen nicht so risikoreich handeln. Für ihre eigene Sicherheit und als Vorbild für die Kinder.

    Die anderen selbstsicherer werden. Nicht immer auf Rechte verzichten, nur weil Fahrzeug kommt. Und endlich ihre Rechte einfordern gegenüber Politik, Verwaltung und Ordnungsbehörden.

  2. Susanne Zweig sagt:

    Es gibt schon Dreiecksinseln, die an Kreuzungen aus Rechtsabbiegespuren mit Wartepflicht eine eigene Fahrbahn mit Vorfahrt vor Fußgängern machen. Es gibt auch Kreisverkehre mit Vorfahrt-Achten-Schildern für parallel zum Kreis fahrenden Radverkehr.
    In beiden Fällen wird Autofahrern der Schulterblick regelrecht abgewöhnt.
    Die Entschärfung von dem, was Sie „Konfliktschaltung“ nennen, wäre eine dritte Variante. Alle drei verschärfen nur das Risiko der anderer Abbiegesituationen. Obendrein würde sich die Umlaufzeit der Ampel erhöhen, was zulasten aller Verkehrsteilnehmer geht und Rotüberquerungen provoziert.
    Fazit: keine gute Idee!

    1. Wenn wir zum VisionZero (keine Toten und Schwerverletzten im Straßenverkehr) werden wir aber nicht umhinkommen, entweder die Fahrzeugführer (Pkw, Lkw, Bus, Fahrrad) umzuerziehen und zu sensibilisieren oder die technischen Möglichkeiten auszureizen. Ersteres werden wir nicht schaffen. Also muss die zweite Möglichkeit genutzt werden.

      Natürlich ist eine Änderung der Umlaufzeiten oder eine Umverteilung der Grünzeiten notwendig. Intelligente Ampelsteuerungen, die Verkehrsströme erfassen, könnten das kompensieren.

      Bis dahin steht trotzdem in der StVO und der VwV-StrVO die Sicherheit der Verkehrsteilnehmer noch vor der Flüssigkeit des Verkehrs.

      1. Susanne Zweig sagt:

        Sie wollen Fahrzeugführer „umerziehen“? Würden Sie auch den Auto- und Radfahrervertretungen zugestehen, Fußgänger umerziehen zu wollen? Oder geht das nur einseitig?

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