Ein Orgelherbst der Jahreszeiten

Der Herbst, der mit dem ersten Sommertag beginnt: Der Ronsdorfer Orgelherbst startet in diesem Jahr schon am 21. Juni. Die Organisten Silke Schneider und Jens-Peter Enk bieten ein vielfältiges Programm, das im Winter endet.

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Der Herbst, der mit dem ersten Sommertag beginnt: Der RonsdorferOrgelherbst startet in diesem Jahr schon am 21. Juni. Die Organisten Silke Schneider und Jens-Peter Enk bieten ein vielfältiges Programm, das im Winter endet.

Mit einer Sommerfanfare, Kuckuck und Nachtigall und dem musikalischen Gang auf einer Promenade eröffnet Kirchenmusikdirektor Jens-Peter Enk in diesem Jahr den Ronsdorfer Orgelherbst. Pünktlich zum Sommeranfang am 21. Juni stimmt er ab 17 Uhr auf der Wilhelm-Sauer-Orgel, die unter Organistinnen und Organisten als ein ganz besonderes Meisterwerk des Orgelbaus gilt, auf den Sommer ein.

„Es wird ein leicht prickelndes und beschwingtes Konzert, das nicht nur gut zum Sommer passt, sondern auch noch nachklingen soll, wenn die Tage wieder kürzer werden und der Herbst kommt“, sagt Jens-Peter Enk. Besucher:innen dürften sich auf „Summer Fanfare“ von Marko Hakanpää freuen, so Enk weiter.

Die musikalische Bandbreite der Orgel zeigen

Zudem spielt er das Orgelkonzert „Kuckuck und Nachtigall“ von Georg Friedrich Händel, „Präludium, Largo und Fuge in C-Dur“ von Johann Sebastian Bach, „Promenade, Arioso und Carillon-Toccata“ von Gordon Young, sowie die Partita über „Geh aus, mein Herz, und suche Freud“ von Jürgen Borstelman. Doch auch „Summertime“ von George Gershwin fehlt nicht. Passend zum ersten Sommertag gibt es nach dem Konzert kalte Getränke und Informationen über die Orgel und die Musik auf dem Kirchenvorplatz.

Schon lange ist es Jens-Peter Enk wichtig, beim traditionellen Ronsdorfer Orgelherbst die musikalische Bandbreite der „Königin der Instrumente“ zu vermitteln, die von klassischen Werken über Jazz, Filmmusik und Liedbearbeitungen bis hin zu modernen Songs reicht. Schon seit 1996 gibt es den Angaben zufolge die besondere Konzertreihe in der Reformierten Kirche in Ronsdorf. Sie wird vom Freundeskreis Sauer-Orgel gemeinsam mit der reformierten Kirchengemeinde veranstaltet, um die Pflege und den langfristigen Erhalt des denkmalgeschützten Instruments von 1908 zu sichern.

Orgelherbst über Wuppertal hinaus beliebt

„Die hohe musikalische Qualität der Konzerte des Orgelherbstes hat sich herumgesprochen“, betont Silke Schneider, Organistin der Gemeinde und Vorsitzende des Freundeskreises Sauer-Orgel Ronsdorf. „Auch Gäste aus anderen Städten machen sich immer wieder auf den Weg.“

Nach dem Sommerkonzert geht es am Sonntag, 6. September, mit Lukas Baumann von der Wuppertaler Kurrende weiter. Er ist dann singend an der Orgel und am Flügel zu erleben – bei manchen Liedern zusammen mit Jens-Peter Enk, bei manchen als Solist. Zu hören sind Jazz-Klassiker in ungewöhnlichem Gewand.

Am Sonntag, 11. Oktober, laden Tina Hermann, Arian Stettler und Jens-Peter Enk ab 17 Uhr zu einem Ausflug in die Welt der Filmmusik ein. Am Samstag, 21. November, spielt Enk gemeinsam mit Rolf Müller, dem katholischen Organisten des Altenberger Doms. Auf dem Programm steht unter anderem die „Zauberflöten-Ouvertüre“ von Wolfgang Amadeus Mozart für vier Hände und Füße. „Am Ende des Kirchenjahres geht es um Licht, Trost und Hoffnung“, erklärt Enk.

Orgelherbst startet im Sommer und endet im Winter

Den Abschluss der Reihe bilden Waldemar Jankus an der Trompete und Jens-Peter Enk an der Orgel mit einem festlichen Konzert von Barockmusik bis „Pomp and Circumstance“ am Sonntag, 3. Januar. Augenzwinkend sagen Silke Schneider und Jens-Peter Enk: „Wenn der Ronsdorfer Orgelherbst im Sommer startet, kann er auch im Winter enden.“

Alle Konzerte finden in der Reformierten Kirche Ronsdorf ab 17 Uhr statt, die barrierefrei erreichbar ist. Der Eintritt ist kostenlos, um Spenden für den Erhalt der Sauer-Orgel wird gebeten.

Text: Reformierte Gemeinde Ronsdorf/Sabine Damaschke
Foto: Gemeinde

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