Anderthalb Meter Seitenabstand zu Radlern auf der B 7 – ist das so schwer?

Fällt die Hand ab, wenn man das Lenkrad ein Stück weiter bewegt?

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Foto/Collage: N.Bernhardt. Überholszenen eines mehrfach geschnittenen Radfahrers von 500 Metern Strecke auf der B 7 vom Wochenende. Wir haben durchgängig zwei Fahrspuren pro Richtung, trotzdem bekommen einige das Überholen auf der linken Fahrspur nicht hin.

Das Leben aller Verkehrsteilnehmer auf der B 7 könnte so einfach sein: Der schnellere zur linken überholt den langsamen auf der rechten Spur. Damit haben allerdings einige Kraftfahrer Probleme, die hinter dem Steuer offenbar eine Phobie gegen Radfahrer entwickeln, wenn diese beim „Rechtsfahren“ keine Gullideckel und Außenspiegel zählen, und dadurch nicht auf derselben Fahrspur überholt werden können.

Sind diese Kraftfahrer gestreßt oder besoffen, deren Arme verkrampft, oder Radfahrer nach deren Meinung nur Hindernisse und keine Verkehrsteilnehmer, oder warum können diese Leute nicht auf ihrer eigenen scheiß Spur überholen, siehe Foto? Oder fällt die Hand ab, wenn man das Lenkrad noch ein bißchen weiter nach links zur eigenen Fahrspur bewegt?

Auch Radfahrer haben Freiheiten. Das gilt zumindest für Busspuren und Gehwege mit dem Zusatz „Radfahrer frei“. Eine wie auch immer geartete „Benutzungspflicht durch die Hintertüre“ über die allgemeine Rücksichtnahme nach § 1 StVO gibt es nicht, ganz nach dem Motto: „Der Radfahrer blockiert ja den ganzen Verkehr, wenn er nicht freiwillig die Busspur nutzt!“ – Denn am Ende der Busspur will ja niemand das „Verkehrshindernis“ vor sich haben – man läßt den Radfahrer beim Wiedereinfädeln quasi auf der Busspur verhungern.

Hinweis an selbsternannte Verkehrserzieher wie oben im Bild: E-Scooter, sogenannte Elektrokleinstfahrzeuge, haben auf Busspuren gar nichts verloren, denn für sie gilt das Zusatzzeichen „Radverkehr frei“ dort nicht. Insbesondere Berufskraftfahrer, die sich durch Aktionen wie diese auch gerne Berufskraftgefährder nennen dürfen, sollten eigentlich an ihrem Führerschein hängen.

Also mal schön ruhig Blut, denn sicher ankommen ist wichtiger als schnell oder gar nicht ankommen – weil ein Radfahrer gerade unterm Auto hängt.

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