Lesung: Vor 85 Jahren – Überfall Hitler-Deutschlands auf die Sowjetunion.

Eine Lesung in Erinnerung an den brutalsten Krieg der jüngeren Geschichte mit dem Schauspieler Olaf Reitz und Katy Göbel. Moderation Reiner Rhefus. So. 21. Juni 2026, 17:00 Uhr Verteilungsstelle Kunst und Geschichte Sedanstr. 86/88, 42281 Wuppertal,

Am Sonntag, dem 22. Juni 1941 überfiel das Deutsche Reich die Sowjetunion. Es wurde der schrecklichste und brutalste Krieg der jüngeren Geschichte. In den Ländern der ehemaligen Sowjetunion wird die Erinnerung an die ca. 27 Millionen Opfer in den Familien und u.a durch den jährlichen Trauertag am 22. Juni wachgehalten. Auch in vielen deutschen Familien wird man sich der Opfer, die dieser Krieg kostete, und in welcher Weise er die Soldaten zeichnete und traumatisierte, erinnern.

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Dieser Krieg im Osten unterschied sich von anderenorts geführten Kriegen des NS-Regimes. In der Sprache des NS-Regimes war es der Feldzug gegen denjüdisch-bolschewistischen Untermenschen“. Mit dem rassenideologisch propagierten Vernichtungskrieg sollte der Boden bereitet werden für ein deutsches Kolonialreich im Osten, ein „Deutsches Indien“.

Die deutschen Soldaten wussten, dass sie für keine ihrer Handlungen zur Rechenschaft gezogen werden würden; auch nicht gegenüber der Zivilbevölkerung. Die systematische Hinrichtung von Juden, Lehrern, Priestern, Gebildeten und Kommunisten war gewollt und bezweckt.

Mit Texten des Publizisten und Wuppertaler Rabbinersohnes Albert Norden (1904-1982) sowie mit Berichten und Erinnerungen von wichtigen Ereignissen und Wendepunkten dieses Krieges soll insbesondere die Perspektive der sowjetischen Völker aufgezeigt und erinnert werden.

Eingeladen sind auch die Nachfahren der Völker der Sowjetunion, die heute unter uns in Wuppertal leben und über ihre Erinnerungskultur berichten können.

Titelseite der Wuppertaler Zeitung GA am Tag nach dem Überfall. Die dem folgende Katastrophe ahnten die Wenigsten.

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