29.10.2026Verteilungsstelle Kunst und Geschichte
„Vorwärts-Befreiung“ und Kunstseide im Wuppertal
Der ehemalige Ladenraum, heute Ausstellungsraum. ©Wolf Birke, WuppertalAm Sonntag, dem 1, November von 14 bis 17 Uhr ist die Ausstellung zur genossenschaftlichen Verkaufskultur und zur Geschichte des Wuppertals der 1920er Jahre wieder geöffnet.
Um 15:00 Uhr: Führungen zur Geschichte des Ladenlokals, der „Verteilungsstelle 143“ der Konsumgenossenschaft „Vorwärts-Befreiung“, und zur Bedeutung der Konsumgenossenschaften in den 1920er Jahren.
Um 16 Uhr wird – zum letzten mal in diesem Jahr – eine Führung über die Bedeutung der Kunstseide in den 1920er Jahren, über Elberfeld und Barmen als Mittelpunkt der deutschen Kunstseidenindustrie, sowie über die Mode dieser Zeit und die Attraktivität der Bemberg-Seide aus Barmen angeboten.
Das Haus und die Dauerausstellung
Zur Bauzeit (1928) war das Ladenlokal eine mustergültige Verkaufsstelle der Konsumgenossenschaft „Vorwärts-Befreiung“. Diese Konsumgenossenschaft war mit über 50.000 Mitgliedsfamilien einer der größten in Deutschland und versorgte etwa ein Viertel der Menschen in unserer Region.
In der „kombinierten Verteilungsstelle“ wurden Kolonialwaren, Gemüse, Fleisch- und Backwaren unter einem Dach angeboten. Damals eine neue Entwicklung. Auf einem anderen Teil der ehemaligen Verkaufsfläche wird der zeitgeschichtliche Hintergrund, die politische und Sozialgeschichte von Elberfeld und Barmen während der „Weimarer Republik“, erzählt.
Heute ist der Laden ein historischer Lernort, ein „Heimatmuseum der Arbeiterschaft“, und nennt sich „Verteilungsstelle Kunst und Geschichte“.
Ort: Verteilungsstelle Kunst und Geschichte
Sedanstr. 86/88, 42281 Wuppertal
https://verteilungsstelle-kunst-und-geschichte.jimdosite.com
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