„Ein Gift, mit echt jüdischer Geschicklichkeit ins Volk gespritzt“

Ein Vortrag zur Nationalsozialistischen Judenverfolgung und dem Ende des mitteleuropäischen Profifußballs, 1938-1941

Seit nunmehr anderthalb Jahrzehnten wird in der Forschung über den Charakter der Gleichschaltung des deutschen Sports 1933 diskutiert. In den mitunter erbittert geführten Debatten geht jedoch meist die Tatsache unter, dass der Aspekt des Antisemitismus nur für wenige Wochen die Agenda jener Funktionäre bestimmte, die sich in vorauseilendem Gehorsam dem NS-Regime andienten. Der bürgerliche Fußball, allen voran der DFB, stellte keine Ausnahme dar. Auch führende Verbands-, Vereins- und Medien-Vertreter der beliebten Sportart beteiligten sich nach der „Machtergreifung“ für kurze Zeit an der Diskriminierung von Juden, worauf sie rasch zu ihrem Alltagsgeschäft zurückkehrten.

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Völlig anders hingegen in den Jahren 1938-41. Als Hitler seine aggressive Expansionspolitik in Gang setzte, bemächtigte sich antisemitische Agitation auf Dauer des deutschen Fußballs. Zweifellos hing dies damit zusammen, dass im Rasensport der überfallenen Nationen professionelle Bedingungen herrschten – Feindbild schlechthin der Verbandselite in Deutschland.

Vortrag von Dr. Rudolf Oswald, Reichertshofen

Termin: Mittwoch, 18.5.2016, 19.30 Uhr

Ort: Begegnungsstätte Alte Synagoge Wuppertal

Eintritt: frei

Mit Unterstützung des Fördervereins Begegnungsstätte Alte Synagoge Wuppertal und von Herrn Wilhelm Erfurt.

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