Künstliche Intelligenz unterstützt Verwaltung beim Wohngeld
Symbolfoto: (KI) #wuppertalaktuellnrwRund 6.500 Haushalte beziehen in Wuppertal aktuell Wohngeld. Seit der Reform vor zwei Jahren stieg die Zahl der Anträge massiv an und hat sich beinahe verdoppelt. Viele Menschen reichen ihre Unterlagen trotz digitaler Wege noch immer auf Papier ein. Bisher mussten Mitarbeitende diese Daten mühsam händisch in die elektronische Akte übertragen. Diesen Schritt übernimmt nun das System des Start-ups for.ml GmbH. Die Software liest Informationen selbstständig aus und bereitet sie für die weitere Bearbeitung vor.
Viel Zeitersparnis
Abteilungsleiter Stefan Albrecht verspricht sich viel von der neuen Technik. Die KI befreit die Belegschaft von zeitraubenden Vorarbeiten, die nichts mit der rechtlichen Prüfung zu tun haben. So bleibt mehr Zeit für die eigentliche Sachbearbeitung. Auch der zuständige Beigeordnete Gunnar Ohrndorf sieht in dem Projekt einen Meilenstein für das digitale Rathaus. Dank einer speziellen Experimentierklausel für KI-Anwendungen kann Wuppertal dieses innovative Produkt nun im Alltag einsetzen.
KI übernimmt nur Unterstützung
Niemand muss befürchten, dass ein Computer allein über das Geld entscheidet. Das Programm dient lediglich als Werkzeug. Es erkennt Lücken oder Unstimmigkeiten und gibt den Sachbearbeitern wertvolle Hinweise. Ein integrierter Chat-Assistent hilft zudem bei der Recherche, indem er interne Regeln und Ministeriumsweisungen blitzschnell findet. Die endgültige Entscheidung über jeden einzelnen Antrag treffen weiterhin ausschließlich die Menschen im Amt.
Service-Verbesserung im Blick
Die Stadt plant bereits den nächsten Ausbau der Technik. Bald soll die Software die Daten direkt an das Auszahlungsprogramm senden. Schon heute erkennt das System handgeschriebene Texte mit einer Genauigkeit von über 95 Prozent. Dieser Wert soll noch weiter steigen. Für Ressortleiter Jochen Braun ist das Ziel klar: Der Service für die Einwohner muss noch besser werden, während die Prozesse im Rathaus schneller ablaufen.
Digitalisierung hilft
Personaldezernentin Dr. Sandra Zeh betont, wie wichtig dieser Schritt angesichts des Fachkräftemangels ist. Die Digitalisierung hilft der Stadt dabei, handlungsfähig zu bleiben. Wenn die Technik Routineaufgaben übernimmt, können sich die Mitarbeiter auf komplexe Fälle und wichtige Entscheidungen konzentrieren. Der Einsatz der KI aus München ist somit ein zentraler Baustein, um die Arbeitskultur in der Verwaltung zu modernisieren und für die Zukunft zu rüsten.
Quelle: Stadt Wuppertal
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