Aktionswoche für Kinder aus Suchtfamilien

Etwa 13.500 Wuppertaler Jungen und Mädchen wachsen mit mindestens einem suchtkranken Elternteil auf. Darauf macht die 14. bundesweite Aktionswoche für Kinder aus suchtbelasteten Familien vom 12. bis 18. Februar aufmerksam.

Damit die betroffenen Kinder und Jugendlichen gehört und gesehen werden, haben sich die Institutionen der Jugendhilfe und der Suchthilfe in Wuppertal zu einem Aktionsbündnis zusammengeschlossen. Dazu gehören auf Seite der Suchthilfe die Suchtberatung des Caritasverbandes Wuppertal/Solingen, die Suchtberatung des Blauen Kreuzes, die Beratungsstelle für Drogenprobleme und der Freundes- und Förderkreis Suchtkrankenhilfe mit den Beratungsstellen Café Okay und Gleis 1. Auf Seite der Jugendhilfe sind die Beratungsstelle für Eltern Kinder und Jugendliche des Caritasverbandes, die Kinder-Jugend-Familie gGmbH der Diakonie sowie die Stadt Wuppertal mit dem Jugendamt, dem Familienbüro und der Jugendhilfe im Strafverfahren vertreten.

Die benannten Akteure wollen die diesjährige Aktionswoche für eine weitere Verstärkung ihrer Netzwerkarbeit nutzen und haben vereinbart, dass die Mitarbeitenden der Jugendhilfeeinrichtungen in allen Wuppertaler Suchtberatungsstellen hospitieren können.

„Wir müssen davon ausgehen, dass viele betroffene Kinder ungehört und ungesehen in ihren Familien leben. Ihnen zu helfen ist aber nachhaltig wichtig“, heißt es in einem Statement des Wuppertaler Aktionsbündnisses. Dabei verweisen die Experten aus Jugend- und Suchthilfe darauf, dass ein Drittel der Kinder suchtkranker Eltern ohne frühzeitige Hilfen im Erwachsenenalter selbst alkohol-, drogen- oder medikamentenabhängig wird. Damit tragen diese Kinder ein bis zu sechsfaches Suchtrisiko.

 

 

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