15.07.2026Rainer Joachim Widmann
Bürgerdiskussion zur Friedrich-Engels-Allee
Sebastian Fischbach bei der PowerPoint Präsentation ©Anja LiebertZu einem Diskussionsabend über mögliche Verbesserungen der aktuellen Verkehrssituation in der Friedrich-Engels-Allee zwischen Loh und Haspel haben Vertreter von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN am Dienstag 14. Juli 2026 ins Caritas-Begegnungszentrum in der Hünefeldstraße eingeladen.
„Im voll besetzten Saal diskutierten über 60 Personen gemeinsam, konstruktiv, respektvoll und lösungsorientiert“, ist das Fazit der stellvertretenden grünen Bezirksbürgermeisterin Franziska Truse, die die Anwesenden, vor allem Anwohner und Anwohnerinnen entlang der Allee und im näheren Umfeld, aber auch Gewerbetreibende, Kulturschaffende, Galeristen und Vertreter von Vereinen, u.a. auch den Vorsitzenden des Unterbarmer Bürgervereins und dem Stadtrat begrüßte.
Sebastian Fischbach von den Grünen stellte in einer ansprechenden und kurzen Einführungspräsentation dar, wie sich die heutige Situation in diesem historischen Abschnitt der Bundesstraße 7 darstellt. Hier verkehren täglich mehr als 30.000 Kraftfahrzeuge auf vier Fahrspuren durch dieses architektonisch sehr schöne, historische Straßenstück, beeinträchtigen aber die Lebens- und Aufenthaltsqualität.
Der zur Diskussion gestellt Vorschlag der Grünen ist ein Verkehrsversuch mit einer Stadtgeschwindigkeit von 40 km/h, wie sie sich z.B. in Barmen in den Straßenzügen Westkotter- und Carnaper Straße bewährt hat. Damit könnte eine Lärmreduzierung und mehr Sicherheit erreicht werden. Außerdem sollen, so die Idee der Grünen, nachts und an Wochenenden die beiden äußeren Fahrspuren Bussen, Taxis und Radfahrenden vorbehalten werden.
Magnus Mentzel von den Grünen moderierte die anschließende lebhafte Diskussion in der sehr viele Ideen und weitere Vorschläge eingebracht wurden, die von dem ehemaligen städtischen Verkehrsplaner und aktuellen Fraktionssprecher der Grünen in der BV Barmen, Rainer Widmann, fachlich kompetent kommentiert und auf ihre Realisierbarkeit hin eingeordnet und bewertet wurden.
Vor allem eine Geschwindigkeitsreduzierung stieß durchweg auf eine sehr breite Zustimmung, hier wünschten sich einige eine Reduzierung auf 30 km/h.
Bemängelt wurden von mehreren Teilnehmerinnen und Teilnehmern, dass die Gehwege in sehr schlechtem Zustand seien und dringend saniert werden müssten. Auch der Erhalt und die Nachpflanzung von Bäumen war ein Thema, für das es viel Beifall bei den Anwesenden gab. Ebenso wurden mehr Kontrollen von Rasern und Autofahren die verbotswidrig z.B. in die Farbmühle abbiegen gefordert.
„Es war für uns Grüne ein neues Veranstaltungsformat, das aber auf eine sehr breite positive Resonanz stieß. Wir werden alle Anregungen und Ideen prüfen und dann versuchen, Mehrheiten in den politischen Gremien für eine Umsetzung eines Verkehrsversuches zu organisieren“, so der Grüne Fraktionssprecher Rainer Widmann abschließend. „Es wird noch ein längerer Weg, aber wir bleiben dran.“
———————————–
Rainer Widmann
Bezirksvertreter
Fraktionsvorsitzender von
BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN
In der BV-Barmen
Weiter mit:
Kommentare
Neuen Kommentar verfassen