Grüne für weitere Förderung von Radverkehr und modernen Verkehrskonzepten

Der Radverkehr nimmt auch in diesem Sommer stark zu. Die Eröffnung der durchgehenden Nordbahntrasse im Sommer 2015 hat das Radfahren für alle Wuppertaler*innen beflügelt.

Die Menschen können die Stadt plötzlich aus ganz neuen Perspektiven mit dem Rad erkunden. Der Radverkehr hat sich eindeutig im gesamten Stadtgebiet, vor allem in der ebenen Talsohle etabliert. Der Ausbau des Radverkehrsnetzes hinkt aber leider noch gewaltig hinterher.

Sehr erfreulich ist, dass nun in wenigen Wochen die Friedrichstraße in Elberfeld als Hauptzufahrtroute von der Nordbahntrasse zur Elberfelder City als 2. Wuppertaler Fahrradstraße freigegeben werden soll. Dort haben dann, wie aktuell schon in der Luisenstraße, Radler*innen Vorfahrt und dürfen immer nebeneinander fahren.

Ebenso wichtig wäre aber aus Sicht der Fraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN, dass auf der Hauptverbindung zwischen Barmen und Elberfeld Verbesserungen für den Radverkehr und ggf. auch E-Scooterverkehr geschaffen werden.

„Darum haben wir in der vergangenen Ratssitzung beantragt, dass aus den überquellenden Fördertöpfen von Bund und Land Mittel beantragt werden. Damit könnten dann die für den geplanten Ausbau des Talsohlenradweges im städtischen Haushalt eingeplanten Gelder erheblich aufgestockt und für weitere Projekte verwendet werden. Mit den dann frei werdenden Mitteln, könnte dann z.B. kurzfristig der Straßenzug Hünefeldstraße / Hardtufer schon einmal vor dem endgültigen Umbau zur Fahrradstraße werden“, erläutert der GRÜNE Stadtverordnete Rainer Widmann.

„Mit dem städtischen Fördertopf von 1 Mio. Haushaltsmittel jährlich nur ein bis zwei Radverkehrsmaßnahmen zu realisieren, wird man bis 2025, wie geplant, kein Radverkehrsnetz aufbauen können. Die Politik muss den Mut haben, aktiv zu priorisieren, um das Netz aufzubauen. Das Radverkehrskonzept aus 2008 hat man versanden lassen. Das darf nicht noch einmal passieren. Aufgabe der Stadtpolitik beim neuen Radverkehrskonzept soll es sein, zu machen statt zu reden!“, so der fahrradpolitische Sprecher der Fraktion DIE GRÜNEN, Frank ter Veld.

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Kommentare

  1. Sehr geehrte Fraktion Bündnis 90 / Die Grünen,

    nein, wir brauchen keine Priorisierung des Radverkehrs. Und nicht nur die Wuppertaler Politiker müssen den Mut haben, dies vehement abzulehnen.

    Verstehen Sie mich nicht falsch, jeder Meter Radweg, jede Gefahrenabwehr zugunsten Radfahrender ist gut eingesetztes Geld, Aber dies gilt doch auch für zu-Fuß-gehende und ÖPNV-Benutzer. Ein durch aus größere Gruppe von Personen.

    Wir brauchen eine Priorisierung der Nahmobilität. Keine Klientel-Politik teilweise auch zum Nachteil anderer. Für die angesprochen Nord-Südachse wurden Bürgersteige verkleinert (Friedrichstraße/Karlstraße) und zusätzlich Schikanen für Rollstuhlfahrer (Gehweg Karlsplatz) eingebaut. So geht Verkehrswende meines Erachtens nicht.

    1,6 Millionen Euro für die Verbesserung der ÖPNV waren ausgelobt durchs Land NRW. Solingen hat sich 1 Millionen davon gesichert für den behindertengerechte Bushaltestellen. Wuppertal 0€.

    Machen Sie als Fraktion nicht den gleichen Fehler wie andere Partei bis ins späte 20 Jahrhundert, bevorzugen Sie nicht eine Art der Mobilität. Damals war es das Auto, soll das Gleiche jetzt mit Rädern geschehen?

    Setzen Sie sich für eine Überführung des Radwege- in ein Nahmobilitätskonzept ein. Aus dem „Runden Tisch Radverkehr“ muss ein „Runder Tisch Nahmobilität“ werden. Auch immer unter Beteiligung von Behindertenvertretern.

    Fordern Sie mehr Geld und Personal für den Erhalt und Ausbau des „Nichtmobilisierten Verkehrs“ und des ÖPNVs. Stellen Sie sich bei Unterstützung von Radmaßnahmen die Frage, was bedeutet dies für zu-Fuß-gehende, besonders für Menschen mit Einschränkungen.

    Wolfhard Winkelströter
    Fuss e.V. Ortsgruppe Wuppertal

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