Jeder Handgriff sitzt: „Wir haben eine Arbeit, die uns Spaß macht!“

Ein neuer Werkstattfilm über die Lebenshilfe soll Förderschülern Einblicke in den Arbeitsalltag geben.

Man sollte sich trotz Handicap nicht unterkriegen lassen!“ Mario arbeitet bei der Lebenshilfe Wuppertal und stellt in einem gerade fertig gedrehten Film über die Werkstatt seine Arbeit vor. Er arbeitet – ebenso wie sein Kollege Axel – in der Abteilung Hochfrequenzschweißen. Axel bedient eine Hochfrequenz-Schweißmaschine, in der er rote Zeugnismappen und Kladden schweißt. Jeder Handgriff sitzt. Seine Arbeit macht ihm sichtlich Spaß. Er weiß schließlich, dass er eine wichtige Arbeit leistet. Dieses Grundgefühl vermitteln alle Mitarbeiter der Lebenshilfe-Werkstätten, die im Film ihre Tätigkeiten vorstellen. Es ist ein Film für Schüler aus Wuppertaler Förderschulen, die ein Praktikum bei der Lebenshilfe Wuppertal absolvieren werden.

Viele Mitarbeiter stellen im neuen Film ihre Arbeit und Ziele vor.Viele Mitarbeiter stellen im neuen Film ihre Arbeit und Ziele vor. ©Lebenshilfe Wuppertal

„Normalerweise gehen wir vorher in die Schulen, um den Schülern einen Einblick zu geben, wie es ist, bei der Lebenshilfe zu arbeiten und was sie während des Praktikums für Möglichkeiten haben“, berichtet Heike Junge vom Sozialen Dienst der Lebenshilfe. Im vergangenen Jahr war der Schulbesuch wegen der Corona-Kontaktbeschränkungen nicht möglich. Ebenso konnte die Lebenshilfe aufgrund der Corona-Verordnung nicht allen Schülern gleichzeitig ein Praktikum anbieten, diese fanden daher Jahr in Kleingruppen statt. Zur Vorbereitung des Praktikums wurde ein Film in Leichter Sprache in den Werkstätten gedreht. Menschen mit Behinderung stellen ihre Arbeit vor. Und das machen sie überzeugend und voller Stolz.

Stephan zum Beispiel arbeitet in der Druckerei: „Ich bedrucke Mehrwegbecher, richte Druckmaschinen ein und reinige sie.“ Seine Arbeit sei „vielseitig“. Aber er denkt auch weiter, denn er möchte ein Praktikum auf dem ersten Arbeitsmarkt machen. Marwin repariert Autos in der Kfz-Werkstatt. Er habe eine verantwortungsvolle Arbeit, sagt er. Marwin hebt das freundliche Arbeitsklima hervor: „Ich habe nette Kollegen. Wir unterstützen uns gegenseitig.“ Julia dagegen ist noch in der Ausbildung im Berufsbildungsbereich der Lebenshilfe. Seit zwei Jahren lernt sie dort mit dem Ziel, in der Werkstatt im Bereich Verpackung und Montage arbeiten zu können.

» Das Video gibt es unter diesem Link zu sehen…

Rund 400 Männer und Frauen mit Behinderung sind täglich in den Lebenshilfe-Werkstätten beschäftigt. Dementsprechend vielfältig ist ihre Tätigkeit. In dem rund 35-minütigen Film stellen sie die Arbeit im Heilpädagogischen Arbeitsbereich, im Berufsbildungsbereich, in der Seifenwerkstatt, der Druckerei, dem Garten- und Landschaftsbau, in der Küche, der Kfz-Werkstatt und im Hochfrequenzschweiß-Bereich sowie in der Abteilung Verpackung und Montage vor. Sie berichten in Interviews, was sie beruflich bisher erreicht haben und noch erreichen wollen.

Alle haben im Film eines gemein: Sie haben eine Arbeit, die ihnen Spaß macht. Und sie werden ihren Möglichkeiten entsprechend gefördert und gefordert. Deshalb geben sie die Botschaft an die Förderschüler weiter: Macht was aus euch! Die Lebenshilfe bietet viele Möglichkeiten!

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