26.05.2010

Haushaltssicherungskonzept michel friedman Schauspielhaus Stadtverwaltung Theater Wuppertaler Bühnen

Bühnengutachten wird am 23. Juni veröffentlicht.

Wie geht es weiter mit den Wuppertaler Bühnen. Mit dieser Frage befasst sich eine Untersuchung, die die Stadtverwaltung bei einem "renommierten Beratungsunternehmen" in Auftrag gegeben hat.

Was wird sich künftig im frisch renovierten Opernhaus abspielen?Opernhaus: im Juni wird das vieldiskutierte Gutachten über Wuppertals Kulturstätten öffentlich gemacht.

In der Analyse wurden unterschiedliche Szenarien beleuchtet. Insbesondere ist untersucht worden, welche der bislang drei Sparten die Haushaltskrise überleben können. Das Papier wurde am Dienstag (25. Mai) im Aufsichtsrat der Bühnen erörtert.

Am 23 Juni wird die Studie in der Sitzung des Kulturausschusses vorgestellt und damit der Öffentlichkeit bekannt gemacht. Nach Angaben der Stadt soll danach „eine breite politische und öffentliche Diskussion“ folgen, die bis Jahresende abgeschlossen sein soll. Kernfrage dabei: Wie viel Theaterkultur kann und darf sich eine Stadt in der wirtschaftlichen Situation Wuppertals dauerhaft noch leisten?

Eine Entscheidung über die Zukunft der Wuppertaler Bühnen wird frühestens in der ersten Ratssitzung 2011 fallen. Radio Wuppertal will erfahren haben, dass die Berater vorschlagen, entweder auf das Sprech- oder das Musiktheater zu verzichten.

Die Stadtverwaltung hatte bereits im vergangenen Jahr im Rahmen eines Haushaltssicherungskonzeptes ihre Absicht bekannt gegeben, das angesehene Schauspielhaus schließen zu wollen. Seitdem gibt es gegen die geplanten Sparmaßnahmen heftige Proteste. Wuppertal machte durch die vorgesehenen Einschnitte im Kultur- und Sozialbereich bundesweit negative Schlagzeilen. Vor wenigen Wochen hatte der bekannte Moderator Michel Friedman über dieses Thema berichtet und die Stadt dabei ausgesprochen schlecht aussehen lassen. Der Bericht darüber ist der mit Abstand am meisten angeklickte Beitrag hier in njuuz.

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Foto: Georg Sander

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