02.10.2020

Hardt Pädagogische Hochschule Ratsfraktion DIE LINKE

DIE LINKE im Rat gegen den hastigen Abriss der PH

Die Gebäude der ehemaligen Pädagogischen Hochschule (PH) auf der Hardt haben sich während der Baumaßnahmen am Wilhelm-Dörpfeld-Gymnasiums als Ausweichquartier bewährt.

Stadt schafft Fakten auf der Hardt

Die Gebäude der ehemaligen Pädagogischen Hochschule (PH) auf der Hardt haben sich während der Baumaßnahmen am Wilhelm-Dörpfeld-Gymnasiums als Ausweichquartier bewährt. Bei weiteren Schulen besteht Sanierungsbedarf, es warten die Else-Lasker-Gesamtschule und das Johannes-Rau-Gymnasium auf dringend notwendige Erneuerung. Sie sollen ihr Ausweichquartier auf der Hardt finden, allerdings nicht mehr in den Gebäuden der PH, diese sollen abgerissen werden. Die Schüler*innen werden dann in Containern unterrichtet.

In der Juni-Ratssitzung stand DIE LINKE im Rat vor einem Dilemma:

Stimmt sie gegen die Vorlage der Verwaltung und damit gegen einen Abriss der Gebäude, bedeutet das auch, dass die Stadtverordneten der LINKEN gegen die Schulsanierungen gestimmt hätten. Sie sahen sich gezwungen, den Aussagen der Verwaltung trotz geäußerter Skepsis zu vertrauen, die den Abriss der Gebäude und das Aufstellen von Containern zum Schulunterricht als die kostengünstigste und schnellste Variante für die Schulsanierungen darstellten. Aufgrund neuer Kenntnisse bedauern wir dies und revidieren diese Entscheidung.

DIE LINKE im Rat beobachtet die Entwicklung auf dem Areal der PH seit langem kritisch

Bereits 2015 hatte sich DIE LINKE im Rat gegen eine Nutzung des Areals für Wohnbebauung ausgesprochen und eine Änderung in der städtischen Stellungnahme zum Regionalplan beantragt. Hätten sich damals die anderen Fraktionen dem Antrag angeschlossen, so stünde das Areal der ehemaligen Pädagogischen Hochschule weiterhin als „Freiraum“ im Regionalplan. Damit wäre eine Wohnbebauung auf dem Gelände der ehemaligen Justizvollzugsschule ausgeschlossen gewesen. Dieser Antrag wurde von allen anderen Fraktionen, auch von den Grünen, abgelehnt. Mit ihrer Hilfe hatte der Rat die vom damaligen Oberbürgermeister Peter Jung gewünschte „exklusive Wohnbebauung“ in diesem Gebiet auf den Weg gebracht.

Viele Fragen sind unbeantwortet

Es stellen sich nach dem Ratsbeschluss aber auch für DIE LINKE immer neue Bedenken ein. Viele Bürger*innen halten den beschlossenen Abriss für unnötig. Eine Herrichtung der PH wäre möglich und über eine Folgenutzung sollte gemeinsam mit den Wuppertaler*innen beraten werden. DIE LINKE im Rat hat sich mit Kleinen Anfragen an den Oberbürgermeister gewandt. Trotz der öffentlichen Diskussion um den Erhalt des Gebäudeensembles und eine mögliche Nachnutzung, will die Stadt auf der Hardt Fakten schaffen.

Die Fraktion DIE LINKE wendet sich entschieden gegen diesen hastigen Abriss

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