19.08.2020

Fahrradstadt Wuppertal ÖPNV schwebebahnersatzverkehr Umweltspur Verkehr verkehrspolitik

GRÜNE: Alle Verkehrsteilnehmer*innen auf der B7 berücksichtigen

Zur Diskussion um eine Spur für den Schwebebahnersatzverkehr auf der B7 erklärt Marc Schulz, Bürgermeister:


„Die bisherige Debatte rund um die Umweltspur läuft in Wuppertal bislang leider wenig ergebnisorientiert. Die Haltung der SPD, die ja jede Form der Förderung des ÖPNV entlang der Talachse radikal ablehnt und vor einem Verkehrskollaps warnt, scheint kein Problem damit zu haben, die bisherigen Nutzer*innen der Schwebebahn zukünftig im Schwebebahnersatzverkehr (SEV) im Stau stehen zu lassen. Die Verkehrspolitik der SPD, die ja seit zwölf Jahren den Verkehrsdezernenten stellt und somit für die aktuelle Situation verantwortlich ist, ist leider noch immer stark rückwärtsgewandt. Und von Oberbürgermeister Mucke hört man in dieser wichtigen Frage gar nichts. Umso erfreulicher ist die Positionierung der JUSOS, die zwar auch eine Umweltspur ablehnen, dafür eine reine Busspur favorisieren. Dieser Forderung können wir uns anschließen, da akut für uns die Situation des ÖPNV im Vordergrund steht. Wir hoffen, dass die SPD-Jugendorganisation, die ja mit vielen Vertreter*innen auf der SPD-Ratsliste vertreten ist, zeitnah eine Verkehrswende ihrer Partei im Wahlkampf durchsetzen können.“

Frank ter Veld, Mitglied des Verkehrsausschusses:
„Wir wollen natürlich auch weiterhin, dass der Radverkehr auch auf der B7 Berücksichtigung findet und Fahrradfahrende die Wahl haben, ob sie dort oder auf einer Nebenstrecke fahren wollen. Allerdings sehen wir in der Einführung einer Busspur einen ersten Schritt, um zu einer fairen Verteilung des Straßenraums für alle Verkehrsteilnehmer*innen zu kommen. Im weiteren Verlauf kann man dann sicherlich ausführlich miteinander über die verschiedenen Wege diskutieren, wie der Radverkehr auf der Bundesallee stärker gefördert werden kann.  Jetzt ist es aus unserer Sicht wichtig, dass die JUSOS ihren Einfluss geltend machen, und die Wahlkampf-Linie der SPD in ihrem Sinne korrigieren, denn so würde letztlich erst eine vernünftige Gesprächsgrundlage entstehen über die Zukunft der Mobilität in unserer Stadt. Mit ihrer Basta-Haltung hat sich die SPD leider bislang vollkommen aus dem Spiel genommen.“

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