20.04.2010

Bergische Universität Wuppertal Streik Studenten

Der Frühling ist da und Wuppertal streikt weiter

Offene Versammlung zur Lage der Bildung - Donnerstag 22. April 10:00 h im HS 23

Landesweiter Bildungsstreik – Frühling 2010

Aktuelle Stellenangebote:

Wuppertaler Aktionswoche 3. – 7. Mai

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Am 22. April wird ein dezentraler Aktionstag des Bildungsstreiks stattfinden. In vielen Städten sind Demos, Flashmobs und andere Aktionen geplant.

Kurz vor der Landtagswahl am 09. Mai ist es noch einmal besonders wichtig Mitmenschen und Politiker mit unserer Kritik zu konfrontieren, was natürlich niemals in Form einer Wahlempfehlung oder Ähnlichem geschehen wird.

Lasst uns gemeinsam ein Zeichen setzen gegen Anwesendheitspflicht, Studiengebühren und zu volle Seminare!

Gegen Zulassungsbeschränkungen für Masterplätze!

Gegen die Ökonomisierung der Hochschule, die dafür sorgt, dass kleinere ‚unrentable‘ Fächer immer schwieriger angeboten werden können.

Für eine demokratische Hochschule, die kritsches, kreatives und emanzipatorisches Lernen fördert!

Für eine Bildung ohne Kopfnoten und ohne G8-Abitur!

Für ein Schulsystem ohne soziales Selektion!

Für ein Lehrerdasein ohne Verdruss!

Für eine Gesellschaft in der Humankapital nicht mit ökonomischen Prinzipien gleichgesetzt wird!

Für das Grundrecht auf selbstbestimmtes Lernen und dem Recht auf Ausbildung!

Für eine Welt, in der das Recht auf selbstbestimmtes Lernen ein Menschenrecht ist!

Die Bildung gehört ALLEN!

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Kommentare

  1. Wähler sagt:

    Studenten dürfen politisch sein. Schön so. Aber mit Zwangsmitteln in Wahlkämpfe eingreifen, halte ich für schädlich. Es ist immer noch nicht ausdiskutiert, warum für die Förderung unserer Kinder im Kindergarten um die 3.000 EUR jährlich aufgewendet werden sollen, für die Erlangung von akademischem Wissen und Graden aber Null. Wer das nicht leisten kann, bekommts vom Staat oder anders, aber eine Logik steckt hinter den Protesten gegen u.a. die Hochschulgebühren eher nicht. Stattdessen aber durchaus parteiliche Interessen, die in die Hochschulen als scheinbar ungesteuerter Aufruhr hineingetragen werden. Es lebe der Stärkere und Lautere – ob er denn inhaltlich richtig liegt, sei dann egal… Viel Spaß, Ihr folgsamen Schäfchen, die Ihr brav „protestiert“, sage ich mal.

    1. Komilitione sagt:

      Na, das war doch mal ein wirklich inhaltsleerer Kommentar.
      *plupp* 3.000 Euro *plupp* bekommt es vom Staat *plupp* keine Logik

      Vor der Wahl bitte alle mal die Klappe halten?
      So wie in der Bundespolitik der Ball grade gaaanz flach gehalten wird,
      wenn es darum geht wie Steuersenkungen wirklich aussehen könnten?

      ‚müsste vor der Wahl …‘
      http://www.welt.de/politik/deutschland/article6880056/Ruettgers-vermutet-Aus-fuer-Steuersenkung.html

      1. Wähler sagt:

        klar versteht das der Kommilitone nicht: die 3 Mille zahlen die Eltern als Gebühr für den Kindergarten. Und die denken sich ihren Teil, wenn sie daneben noch Steuern zahlen, mit denen die besseren Kinder umsonst studieren dürfen. Sage ja nicht, dass Steuersenkung das Allheilmittel ist. Das Thema interessiert auch garnicht. Sondern nur der blöde Reflex, dass man vor Wahlen unbedingt alle in eine politische Zwangsjacke stecken muss und Hörsäle besetzt oder Seminare blockiert. Wer nicht studieren will, kann ja zuhause bleiben, Bildungsstreik ist sowas von unproduktiv… Und wer Politik machen will, soll ganz ehrlich für eine Richtung (Partei?) auf die Straße gehen und nicht Scheingefechte kämpfen.

        1. Kai sagt:

          .. genau.. immer schön brav still halten – man könnte ja die schöne harmonische Wahl gefährden, indem man auf die bildungspolitische Konzeptlosigkeit aller großen Parteien hinweist – statt geduldig und demütig die Placebobröckchen zu schlucken, die von der Regierung ab und zu mal verteilt werden, um das Volk ruhig zu halten.. Stipendienförderung .. Steuersenkung .. blaah .. wenn das Volk/Eltern/Studenten hier nicht auf die katastrophalen Mißstände in der Bildungspolitik hinweist und sich dagegen wehrt, weil sie in den Parteien ihre Sorgen und Nöte auch überhaupt nicht reflektiert findet und damit völlig im Stich gelassen wird, wird sich auch nichts ändern.. und selbstverständlich sollten auch Kindergartenplätze kostenlos sein.. das sind Investitionen in die Zukunft der Kinder und würde ein viel breitere frühkindliche Förderung ermöglichen und viele Probleme schon im Kleinkindalter erkenn- und behebbar machen.. aber so weit schaut die Politik ja nicht. da geht der Fokus nur bis zur nächsten Wahl und somit werden dann völlig sinnlose Steuergeschenke an die verteilt, die eh schon zu viel haben..
          Ich find´s vollkommen richtig, wenn Volk sich wehrt – auch – und gerade – vor der Wahl.

        2. Komilitione sagt:

          Ne- 3.000 ist irgendeine Zahl, vielleicht die,
          die Sie nach der Gebührenordnung der Stadt Wuppertal
          für Ihr Kind überweisen müssen.
          Lassen Sie mich kurz raten und überschlagen:
          Sie haben ein Kind (zwischen 3 und 6) in einer
          städtischen Einrichtung und Sie zahlen pro Monat
          3.000/12 = 250 Steine. Laut der Gebührenordnung
          verdienen Sie also ganz gut, nämlich bis 71.000 EUR/a.
          Nicht schlecht.
          Wenn Sie verheiratet sind, und ihr Kind auf ihrer
          Lohnsteuerkarte (3) eingetragen ist und ihre Frau
          selbstverständlich nicht verdient (oder weitaus geringer)
          zahlen Sie etwa das Vierfache an Lohnsteuer
          (ca. 12.000 auf spekulative 70.000)-
          haben aber im Monat etwa 4.720 EUR netto.
          Davon 250 Euro für eine Betreuung von 45 Std/Woche?

          Vielleicht ist es ja auch so, dass kein Partei die
          Partikular-Interessen der Studieren wahrnimmt, wie
          überhaupt Nachwuchsförderung insgesamt eher nachrangig ist.

          Oder sind Sie mit der Betreung Ihres Kindes rundum zufrieden?
          Wie sieht das in 15 Jahren aus? Soll Ihr Kind die Chance haben
          als Kind von Nicht-Akademikern zu studieren?

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