02.05.2019

Ein Tag der Befreiung

Der 8. Mai 1945 beendete das, was im Januar 1933 begonnen hatte. - Ein Aufruf zum Gedenken.

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8. Mai: Der Jahrestag der Befreiung von Krieg und Faschismus mahnt für ein friedliches und solidarisches Miteinander
Vor 73 Jahren endete mit dem durch die Alliierten erzwungenen Kriegsende in Deutschland die Regierungsmacht der faschistischen NSDAP.

Unvorstellbares, noch immer nachwirkendes Leid sind die Folgen dieser 12jährigen Schreckenszeit. Deshalb ist das Datum 8. Mai 1945 das Datum des Tages der Befreiung von Krieg und Faschismus.

Die Gräber der Wuppertaler Bombenopfer, der Kriegsgefangenen und der polnischen und sowjetischen Zwangsarbeiterinnen und Zwangsarbeiter auf dem Friedhof Norrenberg sind Zeugnis und ständige Mahnung aus dieser Zeit. Niemals dürfen wir vergessen, zu welchen Verbrechen Politik fähig sein kann. Nach wie vor sind Mahnung und Wachsamkeit erforderlich gegen neofaschistische und rassistische Umtriebe in dieser Gesellschaft.

Mahn- und Gedenkveranstaltung
Mittwoch, 8. Mai 2019 – 17 Uhr
auf dem Friedhof Norrenberg,
Theodor-Fontane-Str. 52,
Wuppertal-Heckinghausen

Ansprachen:
– Bürgermeisterin Ursula Schulz
– Sebastian Schröder (VVN/Bund der Antifaschisten)
– Christian Höhne (Pfarrer)

Musikalische Begleitung:
Bläserensemble Carmina venti

Festzustellen ist:
? Krieg – auch mit deutscher Beteiligung – und Terror sind immer noch Mittel zur Durchsetzung politischer und wirtschaftlicher Interessen überall in der Welt
? Krieg ist eine der Ursachen, dass Menschen aus ihren Heimatländern fliehen, um ihr Leben zu retten.
? die Völker und Kulturen sind von einem friedlichen und gleichberechtigten Miteinander noch weit entfernt.
? auch intoleranter religiöser Fundamentalismus ist einer der Gründe, weswegen Menschen aus ihren Heimatländern fliehen
? die globale Wirtschaftskrise führt zu Protektionismus, nationalstaatlichem Denken und zum Abbau sozialer Errungenschaften und zwingt andere Volkswirtschaften zur sozialen Verarmung.
? auch existenzielle Armut gehört zu den Ursachen, weshalb Menschen aus ihren Heimatländern fliehen
? Neonazismus und Rassismus sind in unserem Land in verschiedenen Erscheinungsformen noch gegenwärtig und sogar in unseren Parlamenten vertreten
? Neonazis und andere rechtsextreme Gruppierungen hetzen gegen Menschen, die hier Zuflucht suchen und werden immer wieder gegen sie gewalttätig.

Notwendig ist:
? ein gesellschaftliches Klima, das durch weitgehende soziale Gerechtigkeit solchen Tendenzen den Nährboden entzieht
?[ein gesellschaftliches Klima in dem es selbstverständlich ist Zuflucht suchende Menschen freundlich aufzunehmen, in dem sich ein friedliches und solidarisches Miteinander der Menschen und Kulturen entwickeln kann

Wir rufen daher dazu auf:
? die politischen Parteien und die Wirtschaft in Deutschland aufzufordern, sich für gerechtere Strukturen des Wirtschaftssystems, die Schöpfung bewahrende Maßnahmen und friedliche und gewaltfreie Lösungen von Konflikten einzusetzen.
? Erziehung, Bildung und Kultur zu fördern und den Menschen nicht zum Wirtschaftsfaktor verkommen zu lassen.
? Insbesondere die junge Generation zum Engagement gegen Krieg, Rassismus und Gewalt und für Frieden, Gerechtigkeit und Bewahrung der Schöpfung zu ermutigen.

Den Aufruf zur Mahn- und Gedenkkundgebung unterstützen bisher:
Vereinigte Evangelische Kirchengemeinde Heckinghausen (Veranstalter); Evangelische Kirchengemeinden Cronenberg, Elberfeld-Südstadt, Elberfeld-West, Uellendahl-Ostersbaum; Stadt Wuppertal – Der Oberbürgermeister; Bezirksvertretung Heckinghausen; Dr. Dirk Krüger;  Helge Lindh MdB; DGB-Stadtverband Wuppertal; GEW Wuppertal; Gewerkschaft ver.di Düssel-Rhein-Wupper; Bündnis 90/Die Grünen, Ratsfraktion; Die Linke, Kreisverband und Ratsfraktion; DKP Wuppertal; Piratenpartei Kreisverband Wuppertal; SPD Fraktion, SPD-Ortsverein Heckinghausen-Heidt; WfW Wuppertal und in Heckinghausen; Else-Lasker-Schüler-Gesellschaft e.V.; Humanistischer Verband Wuppertal; Naturfreunde Ortsgruppe Wuppertal e. V.; Spurensuche NS-Geschichte in Wuppertal e. V.; Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes/Bund der Antifaschisten; Wuppertaler Initiative für Demokratie und Toleranz

foto:archiv/dgb
text:ev.heckinghausen/ör-mg

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