24.08.2018

Hohe Handyrechnungen umschiffen

Sparsam telefonieren und surfen an Bord - Das Handy reist mit auf dem Kreuzfahrtschiff

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Auch auf See wollen Passagiere ihren Lieben daheim von ihren Eindrücken berichten und Urlaubsfotos schicken. Was viele nicht wissen oder missachten: Telefonieren und Surfen an Bord kann enorm ins Geld gehen. „Wer sich über seinen Handy- oder Tablet-Gebrauch während einer Schiffsreise keine Gedanken macht und unterwegs munter drauflos telefoniert und Nachrichten verschickt, den erwartet nach seiner Rückkehr eine horrend hohe Handy-Rechnung von bis zu mehreren hundert Euro“, so Angelika Thalmann von der Verbraucherzentrale in Wuppertal.

  • Mobilfunknutzung auf dem Meer: Zu Wasser sind die Mobilfunkstationen an Land nicht erreichbar. Damit der Kontakt zur Außenwelt nicht abbricht, unterhalten Reedereien auf ihren Kreuzfahrtschiffen und Fähren eigene Mobilfunknetze und verlangen für diesen Service zum Teil hohe Entgelte. Eine Verbindung in die weltweiten Telefon- und Datennetze stellen die Schiffe per Satellit her. Dazu haben die Schifffahrtsunternehmen Verträge mit den Betreibern von Satellitennetzen geschlossen, die auf Grundlage weiterer Vereinbarungen eine Verbindung mit der terrestrischen Basisstation von Mobilfunkanbietern herstellen.
  • Keine EU-Roaming-Regeln auf See: Die Vorgaben der Europäischen Union, die inzwischen preisgünstiges Telefonieren und Surfen im EU-Ausland ermöglichen, gelten nur an Land. Viele Handy-Kunden wissen daher nicht, dass auf See besondere Tarife gelten. Schiffspassagiere sollten sich vor Antritt der Reise bei ihrem Provider, dem Schifffahrtunternehmen sowie in ihren Reiseunterlagen über die Angebote und Konditionen der Telefon- und Internetnutzung an Bord informieren und diese miteinander vergleichen. Unter Umständen kann sich die Buchung von speziell geschnürten Telefon- und Surfpaketen der Reedereien lohnen.
  • Kosten auch bei Handy-Abschaltung: Wer Handy, Smartphone und Tablet an Bord abschaltet, nicht aktiv telefoniert und seinen mobilen Datendienst samt Roamingfunktion ausschaltet, kann sich dennoch vor ungewollten Aufwendungen nicht schützen. Ankommende Telefonate etwa – auch wenn sie auf der Mailbox landen – verursachen im Schiffsverkehr Kosten. Um auf Nummer sicher zu gehen, schaltet man seine Mailbox am besten vor der Kreuzfahrt oder Schiffsreise ab. Wer nicht telefonieren, aber dennoch surfen möchte, kann auf seinem Gerät den Flugmodus aktivieren und das WLAN separat einschalten oder die SIM-Karte gleich zu Hause lassen und am Urlaubsort eine günstige Prepaid-Karte kaufen. Um zu verhindern, dass sich das Handy unterwegs ungewollt in irgendwelche Netze einbucht, muss die Funktion „automatische Netzwahl“ in den Einstellungen des Telefons abgeschaltet werden.

Weitere Informationen unter:

www.verbraucherzentrale.nrw/handy-an-bord

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