13.04.2017

Aurélie Bastian Französisch backen matthias dohmen

Tolle Fotos, leckere Kuchen

„Ich bin“, bekennt die Autorin im Vorwort, „eine Naschkatze“. Eine, die kocht und backt, vor allem eben französisch, und „dufte“ Bücher darüber schreibt.

Hervorragende Fotos, die häufig sogar einzelne Arbeitsschritte kleinteilig dokumentieren (und zumeist von Aurélie Bastian selbst stammen), drücken dem im Südwest-Verlag herausgekommenen Werk ihren Stempel auf. Gegliedert ist es in die Abschnitte „Tipps & Tricks“, „Petit déjeuner“ (Frühstück), „Pâtisserie“ (Gebäck), „Goûter“ (Kaffeezeit) und „Grandes occasions“ (besondere Anlässe), wozu sie Weihnachten, das Dreikönigsfest, den Muttertag oder generell eine Hochzeit versteht. Ein Rezeptregister erschließt den süßen Band inklusive der Hinweise, was „ohne Ei“ oder glutenfrei herzustellen ist.

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Apropos süß und weniger süß: Es gibt in Frankreich nicht nur Weißbrot, also Croissants und Baguettes, Brioche und Gâche, sondern auch Erzeugnisse aus Roggen- und Dinkelmehl oder eben verschiedenen Mischungen, die „nicht so weit entfernt“ sind „von dem so leckeren deutschen Brot“ (Seite 9).

Dass die Autorin, die 2015 mit „Französisch kochen mit Aurélie“ hervorgetreten ist, seit etlichen Jahren kreativ und fleißig ihrem Gewerbe frönt, sieht man an der Fülle von Tipps, mit denen ihr Buch eingeleitet wird und mit deren Hilfe sie Ratschläge erteilt, warum man beispielsweise Eigelb und Zucker schlagen muss, bis sie weiß werden, welche typischen Fehler man beim Windbeutelteig am besten nicht macht und wo man seinen Teig am günstigsten gehen lässt.

Wer Aurélie Bastians Namen bei google eingibt, erhält eine Fülle von Hinweisen auf ihre Homepage, ihren Blog und weitere Internetseiten, auf denen die „französische Naschkatze“ Gerichte der verschiedensten Art kreiert. Bei aller Bedeutung der neuen Medien: Ein Kochbuch ist, weil man es vor dem „Einsatz“ lesen und in ihm blättern kann, immer noch am besten geeignet, Lust aufs Backen und Kochen zu machen.

Ein „Gedicht“ ist ohne Zweifel die „Windbeutelpyramide“, ein 45 bis 50 Zentimeter hoher Kuchen, der aus 130 bis 140 „Winbeuteln“ (ein Scherz auf S. 170, wohl eher ein bedauerlicher Druckfehler) besteht. Es lebe die deutsch-französische Küchenfreundschaft!                                                                                        MATTHIAS DOHMEN

 

Aurélie Bastian, Französisch backen, München: Südwest/Random House 2017, ISBN 978-3-641-21431-9, 176 S., Euro 19,99, www.suedwest-verlag.de.

 

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