26.04.2016

Berufsfelderkundung Kein Abschluss ohne Anschluss Kommunale Koordinierung Reinschnuppertage

„Reinschnuppertage“: Jetzt als Unternehmen begeistern

Ende Juni finden in Wuppertal zum zweiten Mal die „Reinschnuppertage“ statt. Jugendliche der achten Klassen sollen die Berufswelt hautnah in Unternehmen erleben. Firmen haben noch bis 13. Mai die Möglichkeit, Plätze ins System einzustellen.

Über 1.000 Plätze werden in diesem Jahr zur Berufsfelderkundung – den „Reinschnuppertagen“ – benötigt, denn fast alle weiterführenden Wuppertaler Schulen sind dabei. Ziel ist es, Jugendlichen Ausbildungsberufe aufzuzeigen, die sie aus ihrem Alltagsleben nicht kennen oder von denen sie vielleicht nicht die richtige Vorstellung haben. In diesem frühen Stadium beschäftigen sie sich zwar noch nicht ernsthaft mit der Berufswahl, sind aber erfahrungsgemäß begeisterungsfähiger, als später.

Plätze im Einzelhandel, wie hier im Naschkatzenparadies, werden noch dringend benötigt.

Plätze im Einzelhandel, wie hier im Naschkatzenparadies, werden noch dringend benötigt. ©Tom V Kortmann

Immerhin rund 870 Plätze stehen schon im System unter www.berufsfelderkundung.wuppertal.de. „Damit sind wir bereits ganz gut aufgestellt, denn viele Schulen bieten darüber hinaus auch eigene Projekte an, die als Berufsfelderkundung anerkannt werden“, so Anke Kleinbrahm von der Kommunalen Koordinierungsstelle, die die Landesinitiative „Kein Abschluss ohne Anschluss“ in Wuppertal umsetzt. In diesem Konzept ist die Berufsfelderkundung ein wesentlicher Bestandteil. Kleinbrahm: „Deshalb brauchen wir noch mehr Unternehmen und Plätze, um einen guten Branchenmix anbieten zu können.“ Insbesondere in den freien Berufen, aber auch bei den produzierenden Unternehmen und dem Einzelhandel müsse noch deutlich aufgeholt werden.
„Viele haben bereits ihre Zusage gegeben, aber sind im Tagesgeschäft noch nicht dazu gekommen, die Plätze einzustellen“, ist sich Bernd Jung, Ansprechpartner bei der Wirtschaftsförderung, sicher. Dabei ist das Einstellen in die Online-Datenbank denkbar einfach und zudem noch eine gute Gelegenheit, sich als Unternehmen und attraktiver Ausbildungsbetrieb zielgruppengerecht zu präsentieren.

Auch in der Gesundheitsbranche wäre noch mehr Auswahl an Plätzen wünschenswert.

Auch in der Gesundheitsbranche wäre noch mehr Auswahl an Plätzen wünschenswert. ©Tom V Kortmann

Geringer Aufwand, große Wirkung
So ein Reinschnuppertag soll ungefähr die Dauer eines Schultags haben. Dabei sollen die Jugendlichen nicht nur einen „Tag der offenen Tür“ erleben, sondern auch handfest in die Praxis einsteigen. „Dieses Reinschnuppern ist kein Praktikum, welches ungleich größeren Aufwand bedeutet. Hier soll eher darauf vorbereitet werden“, sagt Kleinbrahm. Im Ergebnis haben die Schülerinnen und Schüler eine festere Vorstellung. Dem Abbruch eines Praktikums aufgrund falscher Vorstellungen wird vorgebeugt. Im Gegenzug konnten Unternehmen, die sich im letzten Jahr beteiligt haben, für dieses Jahr hochmotivierte Praktikanten gewinnen. „Viele Unternehmen machen daraus auch ein Projekt für ihre Auszubildenden, die dann maßgeblich die Kommunikation mit den Jugendlichen – sozusagen auf Augenhöhe – übernehmen“, berichtet Jung. Wirtschaftsförderung, Jobcenter, Kreishandwerkerschaft, Agentur für Arbeit, IHK und die Vereinigung Bergischer Unternehmerverbände wollen nun gemeinsam noch einmal mobil machen, um noch mehr Plätze anbieten zu können.
Jetzt mitmachen und bis 13. Mai Plätze anbieten! Zugang und Informationen unter www.berufsfelderkundung.wuppertal.de.

Quelle: PM KAoA vom 26.04.16

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