29.10.2014

Bürgerbeteiligung döpps105 dossierdoeppersberg RTL Steuerverschwendung TV-Dreh

RTL: Großprojekt Döppersberg – was läuft da in Wuppertal?

döpps105 berichtet über die Film- und Interviewaufnahmen von RTL. Überraschend meldete sich RTL bei döpps105, um nach Interviewpartnern für eine Reportage über den Döppersberg-Umbau zu fragen.

döpps105 berichtet über die Film- und Interviewaufnahmen von RTL

Der Drehtermin stand fest, die Interviewpartner sollten möglichst vielfältige Interessengruppen repräsentieren und waren schnell gefunden – auch wenn damit in einem Fall die vorzeitige Rückkehr aus dem Urlaub verbunden war.

Umbau ja - aber bitte bezahlbar!Umbau ja – aber bitte bezahlbar!

 

RTL kam nach Wuppertal – warum?

Interessant war natürlich, zu wissen, warum kommt RTL nach Wuppertal und filmt die Großbaustelle Döppersberg? War es der Schwarzbucheintrag, über den auch döpps105 in einer Medieninformation berichtete und durch den die Initiative sich in ihrem Engagement bestätigt sieht (s.u.)? Nach Auskunft des Senders gab es vermehrt  Zu- schriften aus Wuppertal mit der Bitte, sich diese außergewöhnlichen Zu- und Umstän-de um das Wuppertaler Leuchtturmprojekt Döppersberg persönlich vor Ort anzuschau-en und sich einen eigenen Eindruck von dem Chaos und der Dramatik zu verschaffen.

 

Was will RTL wissen?

Diesen Ball griff der Sender auf, fragte nach und hörte zu: Warum soll es einen Neubau-Investorenkubus geben, wenn gleichzeitig in Großleerständen der nahegelegenen Fußgängerzone (z. B. Sport-Arena, Dresdner Bank… und in der leerstehenden Bundesbahndirektion hinreichend Platz für Neues wäre? Würde ein Billigheimer wie Primark zu Wuppertal passen? Was hat das Projekt mit der fair-trade-Stadt Wuppertal zu tun? Warum liegt der Busbahnhof wenig attraktiv weit entfernt von der Stadt und nicht stattdessen gut erreichbar mitten auf dem Verkehrsknotenpunkt Döppersberg? Wo ist in der Stadt das Grün, für das Wuppertal weit über die Stadt hinaus bekannt ist?  Wie fließen CO2-Vermeidung und klima-freundliche Erneuerbare EnergiE in die Planung/Umsetzung ein? Wieviel Kaufkraft holt Wuppertal in die Stadt zurück? Wie groß ist die Verdrängung etablierter inhabergeführter Geschäfte, die dann mit Steuerausfällen und Verlusten qualifizierter und hinreichend entlohnter Arbeitsplätze einhergehen und saldiert werden müss(t)en? Rede und Antwort standen Vertreter der Initiative döpps105. Ob/wer darüber hinaus
z. B. zur Baustelle, B7-Sperrung/Verkehrsführung  und (Mehr)kosten interviewt wurde, entzieht sich der Kenntnis von döpps105.

 

Döppersberg - Umbau:  Großbaustelle und mehr...Döppersberg – Umbau: Großbaustelle und mehr…

Was hat döpps105 damit zu tun?

Der Döppersberg ist in die Jahre gekommen. Der Fußgängertunnel ist zwar praktisch, aber eben schmutzig und ungepflegt. Deshalb begrüßt auch döpps105 den Döppersberg-Umbau bzw. dessen Neugestaltung. ABER: Warum soll eine Geschäfts-brücke den Tunnel ersetzen? Was soll der Investorenkubus dort? Auch dieses Projekt soll zum Wohle der Stadt/ihrer Bürger/innen umgesetzt werden und bezahlbar bleiben! Geht es nach der bisherigen Planung, soll deutlich  zu viel Geld für dieses Großprojekt ausgegeben werden, das Wuppertal/die Wuppertaler/innen definitiv nicht haben und – noch viel schlimmer – welches schon heute insbesondere in den Bereichen Soziales, Kunst/Kultur, Infrastruktur und EnergiE (= erneuerbare EnergiE) sichtbar fehlt. Schulsozialarbeit wird gestrichen, Lehrmittel nicht mehr finanziert, das Schauspiel-haus wird geschlossen, Treppen und Brücken sind gesperrt, Straßen gleichen einem Flickenteppich, und Stadtentwicklung findet nicht bzw. ohne die Menschen und ohne die EnergiE-Wende statt. Am Gemeinwohl orientiert ist das alles wahrlich nicht!

 

döppsMobil - für Wuppertal!döppsMobil – für Wuppertal!

–        und auch döpps105 fragt nach

döpps105 will KEIN weiter wie bisher, sondern eine offene und ehrliche Diskussions- und Politik-Kultur. Steht der Mensch im Mittelpunkt oder ist nur wichtig, was und wohin der Neu-Investor will?

Dürfen oder müssen die mit Entscheidungen zum Wohle der Stadt demokratisch legi-timierten Stadtverordneten sich auch einen eigenen Eindruck verschaffen und in der Bürgerschaft vorhandene Kompetenzen  einbinden  oder darf die Politik einen lähmen-den Grauschleier darüber legen? Zukunft baut auf Tradition und Tradition ist Heimat.

Es gibt die Alternativen, viel Diskussionsbedarf – und es bleibt weiter sehr spannend…

 

–        Exkurs: Erinnerung an TalDisput, die Diskussion vom 21.10.

döpps105 verweist auf die dazu bereits am 22.10. ergangene Medieninformation und erinnert an zwei Kernaussagen eines recht lebendigen Diskussion wie sie am Anfang eines jeden Wuppertaler Großprojektes stehen sollte – aber in der Richtigen Reihenfolge: erst mit den Bürger/innen und dann mit den Investoren:

Lt. Verwaltung spielt der Investorenkubus spielt für die Umbaufinanzierung keine Rolle. Auch eine Grünfläche wäre denkbar, aber das WILL man einfach nicht.

Zum Thema „Primark“ sollte man die Tradition nicht vergessen: Wuppertal hat gerade in Elberfeld eine Textilgeschichte. Erst kamen die Bleicher, später war die Gegend um die Hofaue DIE Adresse in Deutschland für hochwertige Textilwirtschaft. Was für ein Zeichen würden der aktuell geplante Investorenkubus und „Primark“ nun setzen?!

 

weiterer döpps105-T E R M I N  – bitte vormerken:

Der  SENDETERMIN  steht bereits fest:

Der Döppersberg-Umbau – in RTL –

am Mittwoch, 12.11.2014 um 20.15 Uhr.

Dann zeigt RTL die Filmaufnahmen:
Seine Enthüllungen zeigt der Comedian in „Mario Barth deckt auf“ immer mittwochs um 20:15 Uhr.

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Kommentare

  1. Ulrike Mös sagt:

    Primark contra Friedrich Engels. Wuppertal, wo stehst Du?
    Kostenexplosion, Ausverkauf der Werte.
    Die Polizei kann eine missratene Politik nicht geraderichten.
    Verkehrschaos statt Verkehrsführung. Für Auswärtige ist Wuppertal die Stadt, die es nicht mehr gibt.
    In der Bildungspolitik Ganztagsverwahrung statt Ganztagsbetreuung. Ist eine Mutter nicht berufstätig, keine Anspruch auf Betreuung/Bildung.
    Dafür das Konzept „Aufstocker“ = die neue Leibeigenschaft von Menschen ohne Zeit und ohne Geld.
    Wuppertal bleibt nur noch seine Architektur. Seinen Gründerzeitflair kann es sich aber nur erhalten, wenn es jedes einzelne Gebäude schützt.

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