23.06.2014

AK NS-Gedenkstätten NRW Avi Primor Begegnungsstätte Alte Synagoge Dr. Ulrike Schrader Erster Weltkrieg Feldpostbriefe Förderverein Historisches Zentrum

Im Gespräch mit Avi Primor über seinen Antikriegsroman und den Ersten Weltkrieg

Auf Einladung der Begegnungsstätte Alte Synagoge kommt am Donnerstag, den 26. Juni, Avi Primor, Israels ehemaliger Botschafter in Bonn, nach Wuppertal. Er wird über seinen kürzlich veröffentlichten Antikriegsroman "Süß und ehrenvoll" sprechen - und über den Ersten Weltkrieg

Avi Primor, ehemalige Botschafter Israels in Deutschland, zu Gast in Wuppertal (Foto: Olivier Favre)Avi Primor zu Gast in Wuppertal (Foto: Olivier Favre) ©Olivier Favre

Vor wenigen Wochen hat Avi Primor, der ehemalige Botschafter Israels in Deutschland, ein neues Buch veröffentlicht – einen Antikriegsroman mit dem Titel „Süß und ehrenvoll“. Als Sachbuchautor, u.a. zum Nahost-Konflikt, ist Primor ein alter Hase. Mit diesem Buch debütiert er nun auch als belletristischer Schriftsteller. Im Mittelpunkt seines ersten Romans stehen zwei junge jüdische Soldaten im Ersten Weltkrieg – der Deutsche Ludwig Krohnheim und der Franzose Louis Naquet. Die Grundlage für den Roman liefern Hunderte von Feldpostbriefen, die jüdische Soldaten von der Front an ihre Angehörigen oder Freunde in der Heimat geschrieben haben. In diesen Briefen geht es auch um deren Bemühen um Anpassung und um Heldentum für ihr jeweiliges Vaterland. Viele dieser Illusionen zerbrachen im Kriegsalltag und unter dem Einfluss antisemitischer Einstellungen bei den einfachen Soldaten und hohen Offizieren. Der deutsche Soldat Ludwig Krohnheim aus Frankfurt und der Franzose Louis Naquet aus Bordeaux beschreiben ihre Erlebnisse und die Schrecken an der Kriegsfront. Ihr Aufeinandertreffen als „Feinde“ kann nur tödlich enden. Es war eben nicht „süß und ehrenvoll für das Vaterland zu sterben“, sondern blutig, brutal und – für Europa – katastrophal folgenreich.

Im Gespräch wird Avi Primor über die Motive und die Entstehung seines ersten Romans berichten. Eine zentrale Rolle spielt dabei auch der Erste Weltkrieg, der vor 100 Jahren begonnen wurde. Die Moderation des Gesprächs übernimmt Dr. Ulrike Schrader, die Leiterin der Begegnungsstätte Alte Synagoge.

Die Veranstaltung ist eine Kooperation der Begegnungsstätte Alte Synagoge mit dem Förderverein Historisches Zentrum e.V., dem Arbeitskreis der NS-Gedenkstätten in NRW und der Landeszentrale für Politische Bildung NRW.

Termin: Donnerstag, 26. Juni 2014, 19.30 Uhr

Ort: CityKirche Elberfeld, Kirchplatz

Eintritt: 10€/erm. 7€

Weitere Informationen: www.alte-synagoge-wuppertal.de; E-Mail: info@alte-synagoge-wuppertal.de

Anmelden

Aktuelle Stellenangebote:

Kommentare

Neuen Kommentar verfassen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.