09.02.2010

Bergischer Ring Büssing Fördermittel Industriekultur Tourismus verkehrshistorisch Wupperschiene

Bergischer Ring – eine runde Sache

Jetzt ist der Weg frei für zwei sehr wichtige Teilprojekte des Bergischen Ring e.V.. Knapp eine halbe Millionen Euro Fördermittel wurden gestern am künftigen Haltepunkt der Wupperschiene in Wuppertal-Beyenburg bei einem offiziellen Termin durch das NRW-Ministerium für Bauen und Verkehr übergeben, die nun in den Ausbau der Wupperschiene und die Restaurierung von zwei historischen Dieselbussen der Stiftung Regionale Verkehrsgeschichte/VhAg investiert werden.

Wuppertals Oberbürgermeister Peter Jung und sein Amtskollege aus Radevormwald, Dr. Josef Korsten, ließen es sich nicht nehmen, bei diesem Ereignis dabei zu sein.

Schließlich soll der Museumsbahn- und Fahrraddraisinenverkehr auf der Strecke zwischen Wuppertal-Beyenburg und Radevormwald-Wilhemsthal das „eiserne Rückgrat“ der touristischen Entwicklung in diesem Gebiet sein. „Die Dimension des enormen touristischen Potentials können wir erst erahnen. Dass hier etwas entsteht mit Strahlkraft weit über die Region hinaus, haben wir Menschen mit Herz und Engagement zu verdanken“, so Korsten. Auch Jung lobte das große ehrenamtliche Engagement der Mitglieder in den Vereinen. Er freute sich besonders über die Restaurierung der Dieselbusse, „mit denen bin ich schon während meiner Schulzeit gefahren.“

Die beiden Stadtoberhäupter haben vor knapp einem Jahr an gleicher Stelle schon den Startschuss für den „Wuppertrail“ – den Draisinenverkehr auf der Strecke zwischen Wuppertal und Radevormwald – gegeben. In diesem Jahr wollen sie nochmal eine gemeinsame Fahrt über die gesamte Strecke unternehmen. Nicht nur sie sind Fans dieses neuen Angebotes: „Die Nachfrage hat uns geradezu überrannt“, so Ulrich Grotstollen, Vorsitzender des Wupperschiene e.V..

„Der Ring rundet sich, jetzt können wir in die spektakuläre zweite Phase starten“, freute sich Hans Joachim de Bruyn-Ouboter, Vorstandsvorsitzender des Bergischen Ring e.V.. „Die restaurierten Busse erlauben uns die Lückenschlüsse zwischen dem Schienenverkehr und den Zielen der Industriekultur.“ Der Ausbau der Wupperschiene sei zudem unverzichtbar für den Tourismus der Region.

v. lks. n. r.: Bodo Middeldorf, Oberbürgermeister Peter Jung, Bürgermeister Dr. Josef Korsten, Rainer Klenner und Hans Joachim de Bruyn-Ouboter (Bild: Stadt Wuppertal)v. lks. n. r.: Bodo Middeldorf, Oberbürgermeister Peter Jung, Bürgermeister Dr. Josef Korsten, Rainer Klenner und Hans Joachim de Bruyn-Ouboter (Bild: Stadt Wuppertal)

Rainer Klenner vom NRW-Ministerium für Bauen und Verkehr übergab die Fördermittel symbolisch mit einem Buslenkrad. „Wir wollen mit dem Förderprogramm ‚Initiative ergreifen‘ Entwicklungen anstoßen.“

Die Ausschüttung der Fördergelder hatte das Land an eine ganze Reihe von Bedingungen geknüpft. „Dank intensiver Arbeit aller Beteiligten in den letzten eineinhalb Jahren haben wir es nun geschafft, die Mittel freizusetzen“, so Bodo Middeldorf, Geschäftsführer der Bergischen Entwicklungsagentur, die eng mit dem Bergischen Ring e.V. zusammenarbeitet. Die Vereine dankten bei dieser Gelegenheit ausdrücklich der Agentur, dass sie die bürokratischen Hürden für sie genommen hat.

Info Bergischer Ring

Der Bergische Ring e.V. bildet mit seinen Mitgliedsvereinen ein dezentrales Verkehrsmuseum und verbindet die Industriedenkmäler der Region mit historischen Verkehrsmitteln. Im Rahmen des Landesprogramms „Initiative ergreifen“ wurden in der Vergangenheit bereits verschiedene Projekte auf der Basis bürgerschaftlichen Engagements gefördert.

Die bisherigen Baumaßnahmen umfassen bereits eine Gesamtinvestition von fast 950.000 Euro, finanziert wurden sie durch rund 640.000 Euro Fördergelder und einem Eigenanteil von über 300.000 Euro. Treuhänderisch für die Region werden die Fördermittel durch die Stadt Solingen verwaltet.

Quelle: PM BEA vom 08.02.10

www.bergische-agentur.de
www.bergischer-ring.de
www.wupperschiene.eu

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