17.10.2013

Bezirksregierung highlight Ikea Peter Jung

Bezirksregierung untersagt IKEA-Planungen

Jetzt ist es amtlich: die Bezirksregierung hat der Stadt ganz offiziell die Ansiedlung eines IKEA-Marktes mit Fachmarktzentrum untersagt.

ikea

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Die Bezirksregierung Düsseldorf hat dem Rathaus heute eine Untersagungsverfügung zugestellt. Damit wurde die Änderung des Flächennutzungsplans mit dem Ziel der Ansiedlung eines IKEA-Marktes gestoppt.

Die Behörde hatte bereits Ende September angekündigt, die Pläne der Stadt und des schwedischen Möbelhauses zu durchkreuzen. Man sieht in Düsseldorf die Gefahr, dass vor allem das angegliederte Fachmarktzentrum den umliegenden Innenstädten Kunden abjagen könnte. Eine ausführliche Stellungnahme der Stadt hatte an der ablehnenden Haltung der Bezirksregierung erwartungsgemäß nichts ändern können.

Der Stadtrat wird nun voraussichtlich beschließen, gegen die Untersagungsverfügung zu klagen. Das hatte Oberbürgermeister Peter Jung, der in der ablehnenden Haltung des Landes einen „Affront gegen die Stadt Wuppertal“ sieht, schon vor drei Wochen angekündigt.

>> Chronologie des Bauvorhabens IKEA

 

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Kommentare

  1. Kranzler sagt:

    Mehr mehr mehr… Mehr Konsum, mehr Geld ausgeben und verdienen, mehr Urlaub, mehr Autos, mehr Essen, mehr Flächenverbrauch, mehr Schadstoffausstoß, mehr Umweltschäden. Bekommen wir den Hals nie voll? Auch, wenn das nicht die Idee des Verbots aus Düsseldorf war, ist es dennoch ein Schritt in die richtige Richtung.

  2. Bea sagt:

    Eine Chance?
    Ja! Die Entscheidung aus Düsseldorf sehe ich als Chance, umzusteuern und weiteren Schaden abzuwenden! Die Ablehnung dieses Großprojektes am Stadtrand war lange absehbar. Anregungen, Bedenken, Einwände und Kritik zahlreicher Nachbar/innen, Bürger/innen, Politiker/innen, Unternehmer/innen und Fachleute wurden nicht-wirklich angehört – Warum eigentlich nicht?

    Das Großprojekt in W-Nord reihe ich ein in die Reihe der Wuppertaler Projekte, die die Stadt so nicht braucht, da sie m.E. schlicht an den Bürger/innen vorbei geplant wurden.

    • Weder passt dieses überdimensionierte Vorhaben mit einer quasi-Verdoppelung des Verkehrsvorhabens an den Stadtrand mit Dorfcharakter. Es gibt Gründe, warum das hier so gewachsen ist und weshalb vielfältige Bestrebungen, dies grundlegend zu verändern, immer wieder scheitern mussten.

    • Ganz bestimmt hätte ein solcher Koloss den Stadtrandbezirk nicht nur negativ geprägt sondern alles traditionell Gewachsene erdrückt!

    • Muss das sein? Geht es nicht im Konsens und mit gewachsenen Traditionen?

    • Wer fragte uns, die Anwohner/innen, die hier leben, ob wir uns das vorstellen können? Ganz ehrlich passt es überhaupt nicht zu unseren Vorstellungen von einer städtebaulichen Zukunft des Stadtrandbezirks in W-Nord. Der BUNDgang Ende Juli 2013 machte sehr deutlich, worin die wahren Qualitäten in W-Nord liegen.

    • Von Anfang an waren wir hier am Stadtrand aktiv laut dafür, konstruktive Alternativen aufzuzeigen – sei es für eine zukunftsfähige Weiterentwicklung des alternativlos bestimmten Wunschstandortes als auch für einen neuen Möbler in Wuppertal.

    Niemand vergibt sich etwas, rechtzeitig zu erkennen, wenn Planungen keine Zukunft haben! Klare Zeichen dafür gab es seit 2009 genug. Dies einfach damit abzutun, dass „die Alten/Kritiker irgendwann weg sind und die Neuen das als normal empfinden werden“, spiegelt Ignoranz wieder – gegenüber den Menschen! Wer mag solch eine Einstellung unterstützen?

    Unter Berücksichtigung der aktuellen landesplanerischen Rahmenbedingungen (LEP 07/2013) und auch der höchstrichterlichen Rechtsprechung (BVerwG Mai 2013) bin ich sicher, dass eine Klage gegen die Untersagungsverfügung Nr. 2 des Landes nicht zur Genehmigung des Großprojektes an diesem Standort führen wird.

    Wollen/können wir Wuppertaler/innen uns die personellen und finanziellen Ressourcen für das Verfolgen dieses m.E. fehlgeleiteten Ziels – zusätzlich zu bereits entstandenen Kosten und absehbaren erheblichen Einnahmeausfällen – überhaupt weiter leisten?

    1. Wuppertalerin sagt:

      Ich sehe das Projekt IKEA als gescheitert an. Eine Klage gegen die Landesentscheidung halte ich für zwecklos, zumal IKEA nicht auf den Homepark verzichten will. Lärm- und Verkehrsgutachten der Stadt waren ebenfalls nicht überzeugend und ein weiterer Grund für die Ablehnung.
      Nun heißt es umdenken. Diese Fläche wird sich doch wohl anderweitig vermarkten lassen im Konsens mit den Anwohnern.

      1. Bea sagt:

        Umdenken?

        – Ja, DAS wäre sehr naheliegend. Soweit scheint es (noch) nicht zu sein.

        Bisher gesendete Signale geben (noch) eine andere Richtung vor.
        – Ankündigung der Stadt Klage gegen die NRW-Untersagungsverfügung vom 16.10.2013
        – Plakatierung der Stadt in W-Nord für Infoabend am 4.11. zur weiteren Projektvorstellung.

        Das erlaubt zwar die kommunale Planungshoheit. Für die Strategie dahinter fehlt mir aber die Fantasie. Was ist das Ziel? Es gibt mehr als nur ein Argument gegen die Machbarkeit dieses Großprojektes an diesem Standort – und jedes einzelne überzeugt!

        1. Wuppertalerin sagt:

          Ikea- insbesondere mit Homepark, hätte m. E. definitiv Kaufkraft aus den Innenstädten abgezogen. Das Antwortschreiben der Landesregierung an die Stadt Wuppertal hat mich überzeugt davon, dass ein generelles Umdenken stattfinden muss. Dem demographischen Wandel geschuldet, brauchen wir in Zukunft mehr wohnortnahen Handel, daran mangelt es doch jetzt schon mehrfach.
          Die Auswirkungen des großflächigen Einzelhandels, erst recht auf der „grünen Wiese“ sind schon wissenschaftlich untermauert. Da muss man auch hier leider die Entscheidungsträger zum Jagen tragen.

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