19.12.2012

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FDP: Trägervielfalt bei Kinderbetreuung erhalten

Medienberichten zufolge will der evangelische Kindergartenverein EKV 15 Kindertageseinrichtungen in Wuppertal schließen. Damit würden 700 Plätze wegfallen.

Karin van der Most, jugendpolitische Sprecherin der FDP-Ratsfraktion: „Diese Nachricht ist schockierend, weil in Wuppertal schon jetzt zuwenig Kinderbetreuungsplätze vorgehalten werden, um den Rechtsanspruch im nächsten Jahr erfüllen zu können. Wenn dann noch 700 Plätze wegfallen, bekommen Eltern ein massives Problem, in Wuppertal einen Betreuungsplatz zu finden.“

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Ein weiteres Problem sehen die Liberalen darin, dass durch den Rückzug der Kirchen aus der Kinderbetreuung die Trägervielfalt verschwindet. „Es ist für uns keine akzeptable Lösung, wenn die Stadt die Trägerschaft der kirchlichen Einrichtungen übernimmt. Es ist unbedingt erforderlich, dass auch künftig die Kirchen wie andere Träger auch, Kindertageseinrichtungen in Wuppertal betreiben“, fordert van der Most.

Die Liberalen sehen vor allem die rot-grüne Landesregierung in der Pflicht, die KiBiz-Pauschalen so anzupassen, dass die Kirchen in der Lage sind, ihre Einrichtungen auch zukünftig betreiben zu können. „Gleichzeitig appellieren wir auch an die evangelische Kirche, sich nicht aus der Kinderbetreuung zurückzuziehen. Es muss eigene Aufgabenstellung der Kirchen sein, Kindergärten zu betreiben, um damit den Kindern ein christlichen Menschenbild zu vermitteln. Es ist Teil unseres Jugendhilfesystems, dass den Religions- und Weltanschauungsgemeinschaften die Möglichkeiten gegeben wird, für ein breites Angebot der Art der Wertevermittlung zu sorgen und dafür Verantwortung zu übernehmen“, so van der Most.

Auf kommunaler Ebene werden die Liberalen sich dafür einsetzen, dass die Gespräche zwischen Stadt und EKV fortgeführt werden, um gemeinsam eine tragfähige Lösung für den Erhalt der evangelischen Kindergärten zu finden.

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Kommentare

  1. Wuppertalerin sagt:

    Mit der Schließung von 15 Tageseinrichtungen im Jahr des Rechtsanspruchs für unter Dreijährige zu drohen ist Erpressung der Stadt. Auf Biegen und Brechen sollen nun bestimmt die angedachten neuen evang. Kitas durchgedrückt werden, trotz beispielsweise gefährlicher Verkehrssituationen etc., wie in Langerfeld. Schnelligkeit wird dann auf Kosten der Qualität gehen.
    Die Stadt sollte sich nicht erpressen lassen und die entspr. Kitas selbst übernehmen oder in Elterninitiative übergeben- dass das funktioniert, zeigen positive Beispiele.

  2. jojo sagt:

    Das meiste Geld für die Kindergärten kommt doch sowieso von den Kommunen und den Eltern!? Von dem Geld, das durch obiges Beispiel frei wird, könnten doch immerhin rund 600* neue konfessionsfreie Plätze geschaffen werden (*bei einer erforderlichen Trägerschaft von 15% der Kosten).

    Fairerweise sollte dann aber auch die in Wuppertal eingenomme (hier: evangelische) Kirchensteuer auf die neuen Kindergartenplätze umgelegt werden.

    Zumindest theoretisch. Leider enthält der obige Beitrag keine konkreten Zahlen umd diese Theorie zu überprüfen…

    Ganz im Ernst: Es ist doch nicht wichtig, konfessionsgebundene Kindergärten weiterhin zu Gunsten einer Trägervielfalt zu stützen. Es sollten lieber engagierte Eltern bei der Gründung von Elterninitiativen unterstützt werden!

  3. petzi sagt:

    Zitat: „Es ist für uns keine akzeptable Lösung, wenn die Stadt die Trägerschaft der kirchlichen Einrichtungen übernimmt.“ Aber das wäre doch optimal, denn endlich würde an einem Kindergarten auch dran stehn was drin ist, nämlich Steuerzahlergeld. Und auf die religiöse Indoktrination der Kinder sollten Eltern schon im Interesse der zukünftigen seelischen Gesundheit ihrer Kinder verzichten.

    Es ist nicht akzeptabel, dass die hinten und vorne gesponsorten Kirchen, deren Spitzenpersonal aus dem allgemeinen Steuersäckel, also auch von Nichtmitgliedern und Atheisten, alimentiert werden hier ihre Glaubenspropaganda auch noch im Kindergarten auf Kosten der Allgemeinheit betreiben können. Das ist dann auch keine Einschränkung der Vielfalt, denn ein Gemeindekindergarten ist ganz einfach neutral und nicht parteiisch.

    1. wolf-gi sagt:

      Sie haben RECHT.
      Es sind die Steuergelder ALLER und Trägervielfalt bedeutet nicht, sich von einem großen Verband vorführen zu lassen sondern initiativ Initiativen unterstützen duch
      Beratung, Begleitung usw.

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