22.01.2010

Bergische Entwicklungsagentur Beyenburg Oberbarmen Radevormwald Wülfing-Museum Wupperschiene

Gemeinsam auf die Schiene gebracht

Rund 50 Akteure haben sich am heutigen (Freitag) Nachmittag im Wülfing-Museum zusammengefunden, um über die Zukunft des Tourismus am Wupperlauf von Oberbarmen bis Radevormwald zu diskutieren.

Die Bergische Entwicklungsagentur als Veranstalter ist mit dem Ergebnis dieses ersten Workshops vollauf zufrieden. In der Vorstellungsrunde der Teilnehmer – die sich aus Vertretern der Kommunen, Vereinen, Verbänden, Interessengemeinschaften, Gastronomen und vielen weiteren Interessierten zusammensetzen – wurde nicht nur deutlich, dass alle ein großes Interesse daran haben, dass der Landschaftsraum deutlicher ins Interesse der Touristen und Ausflügler gerückt wird. Es gab auch ganz konkrete Erwartungen, so wünscht sich die Jugendherberge Radevormwald beispielsweise ein wirkliches Programm, das man den Gästen ab 2011 anbieten kann.
Annette Nothnagel, stellvertretende Geschäftsführerin und eine der Tourismusbeauftragten im Team der Bergischen Entwicklungsagentur, stellte die touristische Strategie für die gesamte Region dar, in der der Landschaftsraum des oberen Wuppertals eine wichtige Rolle spielen soll. Sie zeigte sich begeistert von der Resonanz des Workshops: „Es gab heute ab einem bestimmten Punkt viele Gespräche untereinander, da fand sich beispielsweise ein Vertreter des ADFC (Allgemeiner Deutscher Fahrrad-Club) mit einem weiteren Akteur zusammen, der Angebote für Radfahrer schaffen möchte. Es fand ein intensiver Austausch statt, einfach toll.“

Stärken in Industriekultur (-geschichte) und Natur/Wasser

Das von der Bergischen Entwicklungsagentur gemeinsam mit der Wirtschaftsförderung Radevormwald beauftragte Beratungsunternehmen MSP ImpulsProjekt hatte durch zahlreiche Vorgespräche in unterschiedlichen Arbeitskreisen bereits einen Status Quo erarbeitet, den Dr. Jürgen Schewe und Prof. Wolfgang Ebert der Runde vorstellten. Die Stärken finden sich demnach besonders im Bereich der Industriekultur – insbesondere dem Wülfing-Museum, der Wupperschiene mit Wuppertrail sowie dem nahen Deutsche Röntgen-Museum – in Verbindung mit dem Landschaftserlebnis (Wald-Wasser-Wolle-Wanderweg, Straße der Arbeit uvm.). Das gastronomische Angebot bedarf allerdings noch einer Entwicklung. Weitere Potenziale liegen in NABU-Veranstaltungen, der Vermarktung regionaler Produkte, den Angeboten des Kanutenvereins und dem Jakobsweg, an dessen Ausarbeitung als „Bergischer Jakobsweg“ insbesondere Impulse von der Stadt Wermelskirchen gesetzt werden.
Für ein wirksames Profil brauche es aber, so die Fachleute von MSP ImpulsProjekt, eine weitere Qualifizierung und vor allem eine auf das Kernthema orientierte Vernetzung.
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Wupperschiene als Dreh- und Angelpunkt

Ebert sieht das Kernthema in der Wupperschiene als Rückgrat, an das die Vermittlung von Industriekultur, Aktivangebote für Wanderer und Radfahrer, Naturerlebnis und -produkte und das gastronomische Angebot gekoppelt wird.
Die Wupperschiene mit alternierendem Museumsbahn- und Fahrraddraisinenverkehr soll also die Lebensader des Tourismus- und Ausflugsziel werden. Denn nicht nur die Touristen von Ruhr und Rhein will man hier anlocken, sondern vor allem auch viele Ausflügler aus der Region, die diesen wahren „Schatz“ bisher noch nicht entdeckt haben.
Die Teilnehmer waren sich in diesem Punkt alle einig, jetzt sollen und wollen sie die Weichen zur Wupperschiene stellen.
Der zweite Workshop, zu dem man am 26. Februar erneut im Wülfing-Museum zusammenkommen wird, soll sich dann schon mit konkreten Maßnahmen zur „Weichenstellung“ beschäftigen. „Die Gründung eines Fördervereins unter Beteiligung aller Akteure könnte dann möglicherweise schon beschlossen werden“, meint Projektleiter Holger Piwowar von der Bergischen Entwicklungsagentur. Die Radevormwalder Wirtschaftsförderer Rainer Meskendahl und Hartmut Behrensmeier würden diesen Schritt ebenfalls begrüßen: „Diese Entwicklung kann nur unter Beteiligung der hier Aktiven vonstattengehen“, ist sich Meskendahl sicher.
„Wir freuen uns, wenn der zweite Workshop ähnlich reges Interesse findet“, lädt Piwowar ein.

Auch wer jetzt noch nicht dabei war, kann sich an dem offenen Prozess beteiligen: Freitag, 26. Februar um 16 Uhr im Wülfing-Museum (Am Graben 4-6, Radevormwald), Anmeldung per E-Mail an piwowar@bergische-agentur.de.

PM BEA vom 22.01.10

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