06.11.2012

Wuppertal hat genug Vollzugseinrichtungen

Der Wuppertaler CDU-Landtagsabgeordnete Rainer Spiecker macht deutlich, dass Ministerin Steffens den Bürgerwillen bei der Errichtung einer Forensik den Bürgerwillen nicht einfach ignorieren dürfe.

 „Bei allem Verständnis für die Notwendigkeit, im Land neue forensische Kliniken bauen zu müssen – warum muss das in Wuppertal geschehen, wenn hier absolut keine geeignete Fläche zur Verfügung steht?“ Der Wuppertaler CDU-Landtagsabgeordnete Rainer Spiecker stellt sich in der Diskussion um die forensische Klinik, für die alternativ auf Lichtscheid und an der „Kleinen Höhe“ vom Land Flächen geprüft werden, hinter die betroffenen Anwohner. Es sei absolut nicht nachvollziehbar, warum Wuppertal mit den schon existierenden zwei Gefängnissen nun noch „oben drauf“ eine Forensik verkraften solle. Spiecker weiter: „Wir wollen in Wuppertal keine drei Gefängnisse! Zu allem Überfluss soll auch noch parallel zu der Forensik-Diskussion in Vohwinkel am Simonshöfchen die Zahl der Gefangenen verdoppelt werden. Es reicht!“ Hintergrund: Nach der geplanten Asbestsanierung in Vohwinkel, während der die Gefangenen in neu gebauten Ausweichquartieren untergebracht werden, sollen diese Quartiere später für zusätzliche Inhaftierte genutzt werden.

 „Gerade Ministerin Steffens als ‚Grüne‘ sollte doch die Ängste und Sorgen der Bürger ernst nehmen und nicht einfach frei nach dem Motto ‚Augen zu und durch‘ ihre Forensik-Pläne in Wuppertal durchpeitschen“, so Spiecker weiter. Mit Unverständnis reagierte der Wuppertaler Abgeordnete auch auf die lapidare Ablehnung des Angebotes eines Investors, auf dem Gelände der ehemaligen Klinik Aprath auf Wülfrather Gebiet  eine Forensik zu errichten: „Warum wurde hier nicht intensiver geprüft?“ Spiecker fordert nun, mit angemessener Sorgfalt und unter frühzeitiger Beteiligung der Bürger nach weiteren Standorten zu suchen – „Ich werde mich daran beteiligen!“

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Kommentare

  1. E. v. Barnekow sagt:

    Lieber Herr Spiecker,

    Sie sollten Ihre Kommentare besser verfolgen, oder auf Ihre Mitarbeiter achten.

    Am 31.10. hieß es noch

    „Mit der Fläche im Gewerbepark ‚Kleine Höhe‘ ist ein deutlich besserer Standort für eine forensische Klinik gefunden worden als auf dem Gelände der Bereitschaftspolizei an der Müngstener Straße.“

    Ich danke unserem Oberbürgermeister ausdrücklich dafür, dass es ihm so schnell gelungen ist, einen konstruktiven Vorschlag zu machen, mit dem das Land leben kann.“

    Mit solchen Äusserungen werden Sie unglaubwürdig! Böse Zungen würden Sie auch als Wendehals bezeichnen der auf Stimmenfang geht.

    In diesem Sinne…..

  2. Sehr geehrter Herr Spiecker,

    vergangene Woche schrieben sie noch, die Kleine Höhe sei eine „Gute Alternative“. Jetzt sagen Sie, Wuppertal habe „genug Vollzugseinrichtungen“. Ist also die „Kleine Höhe“ eine gute Alternative für eine überflüssige Einrichtung?

    Viele Grüße

    Georg Sander

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