23.10.2012

Forensik auf Lichtscheid: „Der Standort ist völlig ungeeignet“

Das Land plant eine forensische Klinik auf dem Gelände der Bereitschaftspolizei. Dazu Rainer Spiecker MdL (CDU): "Forensik ist ein wichtiger Bestandteil im Strafvollzug, aber dieser Standort ist völlig ungeeignet“.

„Der Standort an der Müngstener Straße auf Lichtscheid ist völlig ungeeignet für eine forensische Klinik mit 150 Plätzen.“ Mit diesen Worten reagierte der Wuppertaler CDU-Landtagsabgeordnete Rainer Spiecker auf die Ankündigung von NRW-Gesundheitsministerin Barbara Steffens, auf dem Gelände der Bereitschaftspolizei, das dem Land gehört, eine Forensik unterzubringen. Die Ministerin hatte ihre Pläne heute (23. Oktober) in der CDU-Landtagsfraktion vorgestellt. Spiecker weiter: „Ich habe volles Verständnis dafür, dass das Land auf den dramatischen Anstieg der Maßregelvollzugspatienten in den vergangenen zehn Jahren mit neuen forensischen Einrichtungen reagieren muss, aber dafür gibt es mit Sicherheit geeignetere Standorte als das Gelände an der Müngstener Straße, das mitten in einem Wohngebiet mit Grundschule liegt.“

Außerdem, so Spiecker weiter, habe Wuppertal mit dem neuen Jugendgefängnis nur wenige Kilometer weiter östlich eine Landes-Einrichtung erhalten, gegen die es in der Bevölkerung gerade auf den Südhöhen erheblichen Widerstand gegeben habe. „Hier haben wir die Pläne der Landesregierung trotz großer Vorbehalte unterstützt“, machte Spiecker deutlich. Eine weitere Einrichtung dieser Art könne Wuppertal deshalb kaum verkraften. Der Landtagsabgeordnete sagte zu, sich gerne an der Suche nach einem anderen Standort zu beteiligen.

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Kommentare

  1. Emil Blume sagt:

    Eine Prachtstrasse aus der Gründerzeit ist auch nicht geeignet, um dort McDonalds, Schnellrestaurants, Autohäuser und Tankstellen zu bauen!

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