30.06.2012

bilanz jahresabschluss WSW wuppertaler stadtwerke

WSW halten trotz schwieriger Marktbedingungen Kurs

Die WSW Energie & Wasser AG hat das Geschäftsjahr 2011 nach eigener Einschätzung mit einem zufriedenstellenden Geschäftsergebnis abgeschlossen. Die Marktlage war geprägt durch den enormen Wandel in der Energiepolitik und die Finanzmarktkrise.

Der Gewinn aus den Sparten Strom, Gas, Fernwärme, Wasser und energienahe Dienstleistungen (EDL) erreichte trotzdem nahezu Vorjahresniveau. Das Jahresergebnis vor Gewinnabführung beträgt 48,7 Millionen Euro und liegt damit um nur 2,8 Millionen Euro unter dem Ergebnis des Vorjahres. Die WSW Energie & Wasser AG konnte die Herausforderungen durch die volatilen Märkte meistern.

Ergebnissteigerung bei der Stromversorgung

Eine Ergebnissteigerung gab es in der Stromversorgung zu verzeichnen. Zurückzuführen ist dies in erster Linie auf den bundesweiten Stromvertrieb sowie auf den Stromhandel. Die Stromabgabe lag mit 2614 Gigawattstunden deutlich über dem Wert für 2010 (2305 Gigawattstunden). Der WSW-Marktanteil in Wuppertal lag zum Jahresende bei knapp 90 Prozent und konnte somit erfolgreich behauptet werden. Erstmalig übertraf der bundesweite Stromabsatz die Stromlieferung an Wuppertaler Geschäfts- und Industriekunden. Auf dem Privatkundenmarkt ist ein deutlicher Trend spürbar: Die Wechselquote sinkt, in unsicheren Zeiten und angesichts insolventer Billig-Anbieter vertrauen die Kunden weiter ihren Stadtwerken.

Wegen des Wetters: Absatzrückgang bei Gas und Fernwärme

Auch das Wetter spielte eine Rolle. Einen deutlichen Absatz- und Erlösrückgang mussten die WSW in der Gasversorgung hinnehmen. Witterungsbedingt fiel hier die Abgabe von 2583 Gigawattstunden in 2010 auf 1948 Gigawattstunden im Berichtsjahr. Der WSW-Marktanteil bei Privat- und Geschäftskunden in Wuppertal beträgt weiterhin sehr gute 93 Prozent.

Entsprechend dem Absatzrückgang beim Gas lag auch der Absatz von Heiz- und Fernwärme mit 592 Gigawattstunden unter Vorjahresniveau (620 Gigawattstunden). Bei der Trinkwasserabgabe gab es 2011 keine nennenswerte Veränderung (21,8 gegenüber 21,7 Millionen Kubikmeter im Vorjahr).

Energienahe Dienstleistungen auf dem Vormarsch

Immer mehr an Bedeutung gewinnt das Geschäftsfeld „Energienahe Dienstleistungen“ (EDL). Besonders deutlich zeigte sich dies 2011 im Zusammenhang mit der Fernwärmelieferung aus dem Müllheizkraftwerk der AWG entlang der Fernwärmeschiene Süd. Hier konnten zahlreiche Geschäfts- und Industriekunden für ein Fernwärme-Contracting neu gewonnen werden. Hervorzuheben ist außerdem die Übernahme der Projektsteuerung für die Beleuchtung der Nordbahntrasse im Auftrag der Stadt Wuppertal. Mit dem Partner Laborelec wurden hier verschiedene Beleuchtungsszenarien untersucht und einem umfassenden Monitoring unterzogen. Hiermit konnten die Grundlagen für den Bau der Beleuchtungseinrichtungen gelegt werden.

Energie GmbH entwickelt sich gut

Auch die WSW 3/4/5 Energie GmbH kann auf ein erfolgreiches Jahr zurückblicken. Obwohl noch ein Start-Up – erst im dritten Jahr operativer Tätigkeit – konnten insgesamt 180 mittelständische Unternehmen (Vorjahr 125) als Kunden gezählt werden. Auch für das laufende Jahr rechnet die Gesellschaft mit einer weiteren Steigerung des Absatzvolumens von 250 Gigawattstunden (Vorjahr 155 Gigawattstunden). Das Umsatzvolumen betrug rund 11,99 Millionen Euro.

Windpark in Helmstadt

Wichtigste Investitionsentscheidung im abgelaufenen Geschäftsjahr war der Beschluss zur Beteiligung an einem Windpark in Helmstadt bei Würzburg gemeinsam mit dem Strategischen Partner GDF Suez Energie Deutschland. An dem 22 Millionen Euro-Projekt ist die WSW Energie & Wasser AG mit 49 Prozent beteiligt. Der Windpark ist inzwischen fertig und wurde am Sonntag, 24. Juni, offiziell eingeweiht.
WSW-Konzern

1,2 Mill. Euro Fehlbetrag in der Holding

Die Konzern-Holding WSW Wuppertaler Stadtwerke GmbH erzielt im Geschäftsjahr 2011 einen Jahresfehlbetrag von 1,2 Millionen. Das Ergebnis ist geprägt von den Ergebnis-übernahmen der WSW Energie & Wasser AG (48,7 Millionen Euro), der AWG Abfallwirtschaftsgesellschaft mbH (11,6 Millionen Euro) und der WSW mobil GmbH (- 43,5 Millionen Euro).

Das konsolidierte Umsatzvolumen im Konzern erreichte mit 914 Millionen Euro fast die Umsatzmilliarde.

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Quelle: WSW

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