23.09.2011

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Surfen mal anders – und auch in Wuppertal

Wuppertaler Couchsurfer berichten von ihren bisherigen Erlebnissen und den Unterschieden zwischen deutschen und anderen „Hostern“.

„Das Besondere, ist die unglaubliche Gastfreundschaft!“
Dieser und ähnliche Sätze sind Antworten, die man von jedem Couchsurfer erhält, wenn man mit ihm über seine Erfahrungen spricht. Anders als bei gewöhnlichen Hotels, Hostels oder Jugendherbergen, ist man hier direkt bei einem Menschen, der  seine Umgebung kennt und nicht auf Reiseführer oder Internet angewiesen ist.

Bianca Fischer, 33 Jahre alt, ist schon seit knapp sechseinhalb Jahren bei den Couchsurfern aktiv und hostet regelmäßig ein bis zwei Surfer und freut sich immer über die Geschichten, die diese mitbringen. Früher hat sie noch in einer WG in Bremen gewohnt und dort Leute aufgenommen, um so auch ein Stück von der Welt mitzubekommen. Heute reist sie selbst viel, und hat ihre eigene Couch, um jemanden aufzunehmen. Zum Beispiel zwei Theologiestudenten, die einen Hebräisch Kurs hatten, aber keine freien Zimmer mehr an der Uni fanden. Selbst surft sie eher selten, weil es nicht immer passt…

 

Moritz Weresow, 20 Jahre, ist erst vor gut 12 Monaten zum Surfer geworden. Damals hatte er sich einfach ein Ticket nach Neuseeland gekauft und durchreiste das Land mit einem Work and Travel Visum. Um auf einer Couch übernachten zu können, wurde er einmal sogar abgeholt, einfach weil seine Hoster gerne die 100 Km hin und zurück fahren wollten. Bei einem anderen übernachtete er erst auf der Nordinsel und traf ihn dann 1 Monat später beim Bergsteigen auf der Südinsel wieder.

In letzter Zeit ist er noch mit einem Freund nach Schweden gefahren, mit dem Fahrrad!
Auch hier fanden sie immer wieder Leute, die sie für eine oder auch zwei Nächte aufnahmen. In einem Fall wollte man sie nicht mal gehen lassen. Grund waren sowohl die musikalischen Fähigkeiten von Moritz und seinem Freund als auch von der Hostfamilie.

 

Allerdings, mussten die beiden bei ihrer Reise feststellen, dass die Deutschen sich manchmal mehr Zeit damit lassen, die Anfragen zu beantworten, als man gerne hätte. „Vor allem in Neuseeland und Schweden“, sagt Moritz, „bekommt man spätestens am Nächsten Tag eine Antwort.“

Die Reisen haben ihm nicht nur Land und Leute der Länder näher gebracht, sondern auch etwas viel Wichtigeres. „Den Glauben an die Menschheit!“

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