Mutterschutz in der Arbeitswelt

Dieses Thema wurde beim 176. Sicher­heits­wissen­schaft­lichen Kolloquium und 28. ASER-Weihnachtskolloquium von Dr. Josef Kröger vom Unterausschuss I des Ausschusses für Mutterschutz und von Prof. Dr. Ralf Pieper von der Bergischen Universität für und mit insgesamt über 280 Teilnehmer*innen diskutiert.

Mit dem neuen Mutterschutzgesetz (MuSchG) von Anfang 2018 wurde ein bedeutender rechtsnormativer Schritt realisiert, um die adäquate Umsetzung eines zeitgemäßen Mutterschutzes auf Basis der Gefährdungsbeurteilung gemäß § 10 MuSchG zu fördern und dabei die Beschäftigungsmöglichkeiten für Frauen während Schwangerschaft und Stillzeit möglichst zu erhalten. Die Erarbeitung eines untergesetzlichen Regelwerks zur Konkretisierung des Mutterschutzgesetzes ist hierbei unabdingbar, da es stets notwendig ist, Sicherheit und Gesundheitsschutz sowie Teilhabe von schwangeren und stillenden Frauen zu verbessern.

Dr. rer. sec. Josef Kröger wurde im Jahr 2021 für seinen wissenschaftlichen Beitrag „Entwicklung und Wirkungsgrad des Mutterschutzrechts unter besonderer Berücksichtigung ergonomischer Belastungen am Arbeitsplatz und deren Konsequenzen für den Arbeitgeber“ von der Fakultät für Maschinenbau und Sicherheitstechnik der Bergischen Universität Wuppertal promoviert.

Dr. Josef Kröger und Prof. Dr. Ralf Pieper haben zudem in der Arbeitsgruppe „Mutterschutzrechtliche Gefährdungsbeurteilung“ des Unterausschusses 1 „Grundsätzliches“ vom Ausschuss für Mutterschutz die Entwicklung zum dann erreichten Arbeitsergebnis der allerersten Mutterschutzregel 10.1.01 relevant vorangetrieben und mitentwickelt, die am 8. August 2023 das Bundesfamilienministerium (BMFSFJ) – im Einvernehmen mit dem Bundesarbeitsministerium (BMAS), dem Bundesgesundheitsministerium (BMG) und dem Bundesforschungsministerium (BMBF) – veröffentlichte.

Die vorgenannten sicherheitswissenschaftlichen Aktivitäten und Ergebnisse unterstützen unter anderem auch allesamt das Fach und die Studiengänge der Sicherheitstechnik der Fakultät für Maschinenbau und Sicherheitstechnik der Bergischen Universität Wuppertal und zuvorderst die Sicherheit und den Gesundheitsschutz der Beschäftigten in der Arbeitswelt, d.h. direkt sowohl die Fachkräftesicherung in den Betrieben als auch somit die Wettbewerbsfähigkeit der Betriebe am Standort der Bundesrepublik Deutschland und dessen Volkswirtschaft.

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