Händlern auf dem Elberfelder Neumarkt droht 50% Umsatzminus

Der Wochenmarkt soll während der Weihnachtszeit für 6 Wochen auf den kleineren und schlecht angebundenen Platz am Kolk verlegt werden.

Dazu Frank Schmitz, der 1. Vorsitzender der Marktgemeinschaft Neumarkt e.V.:

Der Markt auf dem Elberfelder Neumarkt ist nun schon seit über 200 Jahren an der selben Stelle verortet.
Von daher kann man auch hier schon von einer Kultureinrichtung sprechen.

Im Laufe der vielen Jahre, die ich schon auf dem Neumarkt tätig bin ( wir sind in 3ter Generation) ,gab es immer mal wieder „Ideen“ den Neumarkt anderweitig zu nutzen. Dieses konnte bis dato immer erfolgreich verhindert werden.

Nun scheint es aber wirklich kritisch zu werden, da sich ein „Zusammenschluss“ von Verwaltung und Politik, ohne einen bisherigen Ratsbeschluss o.ä., sich „ auf die Fahne“ geschrieben hat, den Neumarkt zumindest teporär auszulagern.

Es steht als Ausweichfläche der Platz am Kolk zur Verfügung, ein Platz am Rande der Innenstadt ohne jeglichen Publikumsverkehr. Da wir uns aber als lokaler Nahversorger sehen, sollten wir auch dort verortet sein, wo Passanten sich bewegen. An unsere Stelle soll der Weihnachtsmarkt stattfinden, nicht mit einem neuen Konzept sondern nur als Zusatzfläche des bisher vorhandenen. Es handelt sich dann dabei um einen Zeitraum von rd.6 Wochen, in einer Zeit wo die meisten Kollegen ihre meisten Umsätze fahren.

Wir rechnen mit einem Umsatzrückgang von 30 – 50 % und das wird für die meisten Händler der Verlust ihrer beruflichen Existenz bedeuten. Nach ersten Gesprächen mit der Stadt ist der Umzug des Marktes bereits eine fixe Sache. Auch nach unseren begründeten Zweifeln an der Machbarkeit der ganzen Sache äusserten sich die Verantwortlichen nur mit einem: „Das versuchen wir jetzt erst einmal.“

Erstaunlich ist auch ,dass es einem Bürgermeister aus der Fraktion der „Grünen“, die Werte Nachhaltigkeit, lokaler Handel, ressourcenschonend, lokaler Anbau und „Unverpacktläden auf jeder Podiumsdisskussion predigt, dieses aber nicht so wirklich verfolgt, den für diese Attribute stehen wir ja zu 100%. Heisst also wir und unsere Existenzen fungieren als Versuchskaninchen.
Wir verwehren uns nicht gegen das Abbauen zum „Elberfelder Cocktail“, der Anfang August auf dem Neumarkt stattfindet.

Jedoch feht unserer Meinnung nach die Sinnhaftigkeit des Abbau zur Weihnachtszeit. Ein unattraktiver Weihnachtsmarkt wird um eine weitere unattraktive Stellfläche erweitert.
Denn das Ambiente des Neumarktes lässt ja auch zu wünschen übrig, 1 Seite 70er Architekturcharme der Commerzbank 2.Seite Alufassade der Galeria Kaufhof.
1/3 des Platzes belegt mit einer Baustelle + Absperrungen. Und zum Zeitpunkt des Weihnachtsmarktes ist auf dem Kerstenplatz eine Tiefbaustelle der WSW.

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