31.05.2023

Untere Naturschutzbehörde (UNB) befürwortet Einsatz von Pestiziden auf städt. Flächen

Das beinhaltet eine Beschlussvorlage für den Umweltausschuss am 31.5. Dem Bürgerantrag Artenvielfalt/ ökologische Landwirtschaft auf landwirtschaftlichen Flächen im Eigentum der Stadt wird damit nicht entsprochen. Naturschutzverbände wurden ausdrücklich nicht beteiligt. Der Rat der Stadt soll am 13.6. abschließend entscheiden.

Der Verein Bewusst Leben initierte Anfang 2022 einen Bürgerantrag hat zum Schutz der Arten und zum Erhalt der Artenvielfalt das Ziel, alle landwirtschaftlichen Flächen im Eigentum der Stadt (240 ha) künftig pestizidfrei und naturnah zu bewirtschaften. Dem hat der Umweltausschuss am 24.8.22 einstimmig mit Ergänzungen zugestimmt und die UNB beauftragt, konkrete Vorschläge zu erarbeiten. Diese liegen nun vor. Danach soll es jedoch im Wesentlichen leider beim status quo bleiben, siehe ris.wuppertal, VO/0206/23. Das Kernanliegen des Bürgerantrags kommt darin so gut wie gar nicht mehr vor. Das ist zumindest erstaunlich.

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Kleine Schritte könnten z.B. sein:

• Für Grünflächen gilt ein Verbot von Pflanzenschutzmitteln. Ausnahmen sind möglich.
• Auf Ackerflächen wird der Einsatz von Pflanzenschutzmitteln ab 2024 um jährlich 7 % reduziert
• Die Quellbereiche der Gewässer werden analog den Gewässerrandstreifen geschützt.
• Auch Haupterwerbslandwirte aus der direkten Nachbarschaft von Wuppertal können sich um Flächen bewerben.
• Als Auswahlkriterium käme hinzu die pachtneutrale Bereitschaft zur Ausweitung von dauerhaften Biotopräumen
• Wünschenswert wäre auch das Kriterium der pflanzenschutzmittelfreien, pachtneutralen Bewirtschaftung

Es gilt viele Aspekte abzuwägen, auch mit den Naturschutzverbänden.

BEWUSST LEBEN – bergischer Verein für Gesundheit und Natur e.V.

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