Wuppertals Fußgängerzonen: Ummen Laurentz pollern

Wie die Verwaltung drei Fußgängerzonen mit Pollern vor Fußgängern schützt


Foto: Die Fußgängerzone Friedrich-Ebert-Straße, sauber von der direkt angrenzenden Fußgängerzone Laurentiusplatz abgepollert.

Es sieht aus wie ein Schildbürgerstreich: am Laurentiusplatz haben wir einen schönen Fußgängerbereich, der sauber mittels Sperrpfosten in drei Fußgängerzonen aufgeteilt. Der beste Schutz vor Fußgängern, die von einer Zone in die andere cruisen wollen, wöllchen?


Foto: Selbst der Gehweg in der „Fußgängerzone“ (links) ist sauber von der Fahrbahn abgepollert, die es beide in einer Fußgängerzone gar nicht geben dürfte.

Wie praktisch, daß die Sperrpfosten nicht etwa den gesamten Fußgängerbereich abgrenzen, um so die Fußgängern baulich vor Fahrzeugen zu schützen. Vielmehr muß man ja einfach nur geradeaus fahren (Foto unten), um hinten weiter durch das Luisenviertel fahren.

Foto: Einer der Dunkelziffern, die in einem der täglich 86399 unbeobachteten Sekunden mal eben geradeaus durch die Fußgängerzone ummen Laurentz durch die Fußgängerzone cruist.

Eine lebenswerte Stadt und kluge Verwaltung mit dem Sinn für „Fußgängerzonen den Fußgängern“ hätten schon längst dafür gesorgt, daß der ganze Bereich eine Einheit bildet und ausschließlich aus einer Richtung befahren kann. Die Poller-Neuordnung verhindert nicht nur die Durchfahrt, sondern ermöglicht es auch, auf der Auer Schulstraße im Bereich der Seniorenresidenz eine Haltbucht für Krankentransporte einzurichten und im östlichen Fußgängerbereich (Laurentiusstraße) Geschäfte und Restaurants zu beliefern, ohne gleich die ganze Gasse blockieren müssen.

Aber das ist bildlich typisch Wuppertal: schmale Einbahn-Denke und lange Leitung, wenn da kein Wille ist.

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