„Welche Weltordnung, welche Werte, welche Sicherheit?“

Andreas Zumach stellte in seinem Vortrag am 25. Januar die gegenwärtige Deutung dieser Stichworte in Politik und Medien fundamental in Frage, mit Schwerpunkt auf den andauernden Krieg gegen die Ukraine und den jüngsten Krieg in Gaza.

Zumach hat keine Mühen gescheut, um trotz des Bahnstreiks aus Berlin nach Wuppertal zu kommen. Es hat sich gelohnt, denn die Citykirche war nahezu bis auf den letzten Platz gefüllt und die Zuhörenden lauschten kenntnisreichen Ausführungen.

hier Rede zum anhören

Als langjähriger Korrespondent am UNO-Sitz in Genf konnte er lebendig berichten über die Bedeutung von Menschenrechten und dem Völkerrecht, die eigentlich universal gelten, jedoch interessengeleitet von den Mächtigen ausgelegt werden. Allzu oft war und ist es der globale Westen, der ökonomisch, politisch und militärisch den Ton angibt. Dies ändert sich gerade hin zu einer multipolaren Welt, was der Westen/Europa als Anstieg von Krisen, Konflikten und Kriegen wahrnimmt.

Zumach hob hervor, dass die unleugbaren globalen Ungerechtigkeiten Verbrechen gegen die Menschheit keineswegs rechtfertigen, sei es durch den Angriffskrieg Russlands oder durch den Terror der Hamas. Vielmehr gelte es, die Kontexte der aktuellen Konflikte zu verstehen und auf Verhandlungslösungen zu setzen. Sicherheit entstehe nicht, im Versuch Maximalforderungen mit militärischer Gewalt durchzusetzen, sondern indem man gangbare Wege des Kompromisses suche.

mehr Info: www.wupff.de oder

www.ostermarsch-wuppertal.de

Fotos: jovofoto und hp.schulz

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