Wann kriegen wir unsere Hardtufer-Überkragung wieder?

Im März 2006 wurde die „plötzlich“ marode Überkragung ersatzlos abgerissen

Foto 1: Foto vom März 2006. Der einstige „Wupper-Flaniergehweg“ wird abgerissen. Baufällig. Natürlich kein Geld für die laufende Unterhaltung oder gar neuen Gehweg.

Foto 2: Foto vom März 2006. „Umleitung“ auf einen per Leitborde markieren Gehweg auf der einstigen Fahrbahn, neben einem Park- und Mobbingstreifen und einem Restfahrbähnchen. Natürlich wird in den kommenden 20 Jahren nichts weiter in die Unterhaltung investiert, auch wenn viele der Leitborde „flöten“ gehen…

Foto 3: … wo diese beschissene Radwegeplanung Radler von beiden Seiten von Autos einquetscht, weil rechts die Autotüren aufspringen und links natürlich kein ausreichender Sicherheitsabstand einzuhalten ist – es sei denn, man benutzt dankenswerter Weise den Gehweg mit, denn das ist ja dank der fehlenden Unterhaltung und der dadurch löchrigen Leitborde möglich. In den Niederlanden gilt ein solcher „Schutz“streifen übrigens als Planungsfehler und nicht als Einzelschicksal, wenn ein Radfahrer gegen ein Auto oder Tür knallt.

Es war einmal…

…eine schöne breite Straße Hardtufer mit auskragendem Gehweg über das Wupperufer, wo man richtig flanieren konnte. Im Rahmen der laufenden Sparmaßnahmen war für regelmäßige Unterhaltungsmaßnahmen leider kein Geld da, weshalb das Bauwerk bedauernswerterweise verfallen und schließlich um den März 2006 herum abgerissen werden mußte.

Nachfolge-„Leuchtturm“-Projekte wie Renaturierung Wupper, Schwammstadt, begehbare Wupper etc. pp. hat man leider auch nicht dazu benutzt, um die Situation zu verbessern. Das billigste war, einmalig einen Gehweg mittels sog. Minileitborde von der Fahrbahn abzutrennen, einen Schutzstreifen als Schutz vor Radfahrern von der übrigen Minifahrbahn aufzupinseln und die Straße dann sich selbst zu überlassen.

Das Hardtufer ist wegen fehlender Zufahrten eine der ganz wenigen Straßen, die dann als reine Fahrradstraße geeignet ist. Aber leider ist das so nicht im Radverkehrskonzept vorgesehen, oder so. Und wir sind mal wieder im Haushaltssicherungskonzept und müssen natürlich unbedingt über 200 Millionen Euro für BUGA und Bauschzentrum ausgeben – Verträge sind Verträge, woll?

Vielleicht ist dieser Artikel für den ein oder anderen Ansporn, an der bescheidenen Situation etwas zu verbessern, oder sagen wir: das hierfür mal „Geld da ist“.

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