19.01.2026N. Bernhardt
Radfahren: Impossible. Antifahrradstadt Wuppertal sei Dank.

Wir befinden uns auf einer sogenannten „Fahrradstraße“, der Wuppertaler Luisenstraße. Der westliche Teil ist hier verkehrsberuhigt, weil niemand aneinander vorbeikommt (Foto) und so Kneipenbesucher auf der Straße länger unbehelligt stehen können.
Die Fahrradstraße soll den Fußverkehr bündeln. Eine Fußgängerzone oder verkehrberuhigter Bereich („Spielstraße“) wäre dafür natürlich zweckmäßiger. Aber leider müßten wir dafür das historische Viertel umbauen, denn für die Anordnung für Fußgängerbereich oder Spielstraße ist eine sogenannte Mischfläche erforderlich und keine getrennte Fahrbahn und Gehwege. Diese Voraussetzungen liegen für den als verkehrsberuhigten Bereich ausgewiesenen Teil der Ludwigstraße natürlich auch nicht vor, aber das ist uns offiziell natürlich noch gar nicht aufgefallen.
Die Fahrradstraße soll natürlich auch nebenbei den Radverkehr stärken. Wie die auf drei Meter zusammengepferchte Parkraumbewirtschaftung, Außengastronomie, Anwohner, Kneipengäste, Lieferverkehr, Radverkehr, kreative Künstler etc. zurechtkommen, ist uns doch egal. Bei so viel Verkehr müssen Radfahrer eben auch Rücksicht nehmen und sollten deshalb absteigen. Dann sind sie ja auch keine Radfahrer mehr, sondern Fußgänger. Und deshalb bündelt die Fahrradstraße den Fußverkehr.
Radfahrer dürfen keine Fußgänger gefährden, aber wir so einen Murks anordnen. So einfach ist das.
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