Primark-Eröffnung in Wuppertal – Hier gibt es nichts zu feiern

Die Ratsfraktion DIE LINKE sieht in der Primark Eröffnung keinen Grund zu feiern.


In der Stadt von Adolph Kolping und Friedrich Engels ein Gebäude mit Primark als Ankermieter zu feiern, ist nur für die möglich, die davon profitieren: selbstherrliche Politiker, Investoren und Kommunikatoren.

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Nur DIE LINKE hat im Rat gegen die Ansiedlung gestimmt.
In Wuppertal wurde die Ansiedlung von Primark durch die Ratsmehrheit SPD/CDU und FDP ermöglicht. Die Fraktion Bündnis90/Grüne konnte sich nicht zu einem Nein gegen Primark durchringen. Der Verkauf der Billig-Textilien wird auch durch einen neuen Busbahnhof nebenan nicht zum ökologischen Projekt.

Problem Billig-Mode?

Viele Menschen in Wuppertal und Umgebung freuen sich, dass es preiswerte Mode gibt. Wer wenig Geld hat, will auch an Modetrends teilnehmen.
Aber erstens werden „die mit Geld“ sich schon durch teurere Labels unterscheiden können. Und zweitens geben die am Ende auch viel Geld aus, die immer neue Kleidung kaufen, weil es so billig ist. Wenn Kleidung und Lebensmittel billig gekauft werden können, können auch die Löhne geringgehalten werden.
Aber nicht nur Billig-Mode-Ketten lassen in den Billig-Lohn-Ländern produzieren. Auch beim Kauf von hochpreisigen Textilien können Käufer*innen nicht sicher sein, dass bei der Produktion dieser Textilien die Näher*innen ihren gerechten Lohn erhalten. Die Produktionskosten werden auf Kosten der Arbeiter*innen gedrückt. Chronische Vergiftungserscheinungen, Verletzungen und Todesfälle sind eingepreist. Ökologische Schäden werden billigend in Kauf genommen.

Primark – nur eins von vielen Unternehmen

Deshalb ist das Beispiel Primark geeignet, um Kritik an den kapitalistischen Ausbeutungs- und Unterdrückungsverhältnissen zu üben. Freihandel und weltweite Konkurrenz stehen Arbeitsschutz, fairen Löhnen und Einhaltung von ökologischen Standards gegenüber.
Daher fordert DIE LINKE internationale Verträge für faire und ökologische Produktion, denn auch wir als Käufer*innen wollen nicht das Elend der anderen oder die Umweltverschmutzung durch miese Produktion in Kauf nehmen. Das sollte Politik durch internationale Verträge vereinbaren.

Warum hat DIE LINKE im Rat gegen Primark am Döppersberg gestimmt?

▶ wegen der Arbeitsbedingungen in der Textilproduktion.
▶ aber auch wegen der mangelnden Perspektiven für die Stadtlandschaft, denn Primark grast jetzt den Markt ab, zieht dann weiter und hinterlässt ein leerstehendes Gebäude.
▶ weil Primark kein akzeptabler Arbeitgeber ist. Wir wollen Firmenansiedlungen, die für „gute Arbeit“ stehen.
▶ weil Primark wenig bis keine Gewerbesteuer in Wuppertal zahlen wird.

Dies alles waren und sind gute Gründe gegen die Ansiedlung von Primark.

FÜR verantwortungsvolle Unternehmen in unserer Stadt mit gerechten Arbeits-, Sozial-, und Umweltstandards.

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