Preis für Döppersberg-Entwurf

DIE LINKE im Rat wundert sich: Das Architekturbüro des Investors bekommt den Preis, der genauso heißt wie die Zeitschrift, die Professor Busmann herausgibt.

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Die Presse vermeldet, dass der neue Döppersberg einen Preis bekommen hat. DIE LINKE im Rat wundert sich: Das Architekturbüro des Investors bekommt den Preis, der genauso heißt wie die Zeitschrift, die Professor Busmann herausgibt. Herr Professor Busmann ist übrigens auch Mitglied in einem Lobby-Kreis für Shopping Center, dem Mitglied des German Council of Shopping Centers e.V. Verschiedene Bürger haben darauf aufmerksam gemacht, dass Herr Busmann derselbe ist, der 1,164 Millionen Euro aus dem städtischen Haushalt einsackt, um den Döppersberg und seinen blechernen Investoren-Kubus in den höchsten Tönen zu lobpreisen. Das las sich dann so: Die Jury lobte „die enge Zusammenarbeit zwischen privaten Investoren und öffentlichen Partnern ebenso wie das exzellente Zusammenspiel in dem komplexen Bauvorhaben und die hochwertige und innovative Architektursprache.”

Die Laudatio bei der Preisverleihung hielt übrigens Manfred Haesemann, der eine Kanzlei führt, aus der der Wuppertaler Dezernent für Bürgerbeteiligung kam. In der Zeitschrift des Professor Busmann veröffentlichte Herr Haesemann z. B. einen Artikel mit der Überschrift „Nicht allen ist der zivilisatorische Wert der sozialen Stadt bewusst, …”

Der stadtentwicklungspolitische Sprecher der LINKEN im Rat, Bernhard Sander, meint dazu: „Die Bauherren, die GroKo und ihr bezahlter Schönredner scheinen sich gedacht zu haben: ‚Wenn uns sonst schon keiner lobt, müssen wir uns eben selber loben.‘  In dieser selbstbezüglichen Parallelwelt konnte wohl kaum ein anderer das Preisausschreiben gewinnen. Am zivilisatorischen Wert solcher Investoren-Belobigung für eine soziale Stadt Wuppertal darf gezweifelt werden.“

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Kommentare

  1. Michael Lander sagt:

    Ihr seid ja echte Blitz-Merker!

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