Personalmangel in Wuppertaler KITAs

Kinder und ihre Eltern brauchen Planungssicherheit

In der letzten Sitzung des Jugendhilfeausschusses zeichnete der zuständige Stadtbetriebsleiter ein besorgniserregendes Bild hinsichtlich der Personaldecke in den Wuppertaler Kindertagesstätten. Viele Betreuungsstunden können nicht geleistet werden, immer wieder werden kurzfristig ganze Gruppen geschlossen oder neue Einrichtungen gehen aufgrund fehlenden Personals mit weniger Gruppen an den Start. Der Besuch einer Kindertagesstätte ist aktuell weder für die Kinder noch für deren Eltern in vielen Fällen verlässlich planbar und führt zu viel Frust und Unmut bei den Betroffenen.

Ingelore Ockel, Sprecherin der CDU-Fraktion im Jugendhilfeausschuss, erläutert: „Die Situation in den Kitas ist dramatisch. Die Personalsituation muss sich so schnell wie möglich verbessern. Um Anhaltspunkte zu erhalten, welche Planungen die Stadtverwaltung zur Verbesserung der Personalsituation in Kitas verfolgt, haben wir in der letzten Ausschusssitzung nachgefragt. Wir erwarten, dass die Fachverwaltung alles daransetzt, Gruppenschließungen und Betreuungsengpässe unter allen Umständen zu vermeiden. Kinder und ihre Eltern brauchen Planungssicherheit und müssen sich darauf verlassen können, dass ihre Kinder nicht nur beaufsichtigt, sondern durch Fachkräfte auch pädagogisch betreut werden.“

Ingelore Ockel weiter: „Wir sind froh, dass der Jugendhilfeausschuss auf Initiative der CDU-Fraktion die Verwaltung beauftragt hat, die ausgefallenen Betreuungszeiten finanziell zu kompensieren. Es kann nicht sein, dass die Betreuungszeiten aufgrund des fehlenden Personals regelmäßig gekürzt werden, Eltern aber die vollen Elternbeiträge zahlen müssen.“

Alexej Hundt, Vorsitzender der Jungen Union ergänzt mit Blick auf die Unterstützung durch die schwarz-grüne Landesregierung: „Wir begrüßen es, dass das Land NRW in dieser schwierigen Situation den freien Kita-Trägern mit einer Überbrückungshilfe von 100 Mio. Euro unter die Arme greifen wird, um die finanziellen Auswirkungen des Tarifabschlusses im öffentlichen Dienst auf die freien Träger abzufedern. Darüber hinaus sollen die KiBIz-Pauschalen ab dem kommenden Kita-Jahr um 10% angehoben werden. Das Land stützt das System der Kindertagesbetreuung jetzt in der Krise.“

 

 

Kommentare

  1. Trottel sagt:

    Die Hauptverantwortung für diese Misere könnte in der näheren Vergangenheit liegen, da waren die CDU-ler für die Kommunalpolitik und die -verwaltung zuständig, erinnern Sie sich noch an Oberbürgermeister Peter Jung (CDU) und Kämmerer Dr. J. Slawig (CDU)?

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