15.12.2023

Nissen-Gelände: Blockade schadet

In Wuppertal besteht ein Bedarf von rund 1.000 neuen Wohneinheit pro Jahr.

„Ohne neue Wohnbauflächen werden der Druck und die Preissteigerungen auf dem Wohnungsmarkt sowie die damit verbundenen Schwierigkeiten der Menschen noch größer. Von daher geht die Kritik der Grünen an der Entwicklung des ehemaligen Nissen-Geländes im Wuppertaler Norden an der Lebenswirklichkeit und den Bedürfnissen vieler Bürger:innen, die auf Wohnraum angewiesen sind, vorbei. Die Bebauung der 14 Hektar großen Fläche in der Entwicklungs- und Planungsphase angemessen auf ca. 360 Wohneinheiten zu verdichten, ist ein nachhaltiger Umgang mit der Ressource Fläche. Denn nur durch eine optimal ausgeschöpfte Flächennutzung, die alle Belange des Bauens berücksichtigt, kann der Flächenverbrauch reduziert werden. 20 Prozent dieser Wohneinheiten sind öffentlich geförderter und somit preisgebundener sowie günstiger Wohnraum“, so reagiert Servet Köksal, Vorsitzender des Ausschusses für Stadtentwicklung und Bauen und stellvertretender SPD-Fraktionsvorsitzender, auf die Kritik von Bündnis 90/Die Grünen am Vorhaben „Zielbeschluss zur Wohnbauflächenentwicklung Oberdüsseler Weg / Nevigeser Straße („Nissen-Gelände“) – Erweiterung des Plangebietes“.

Zum Hintergrund: Planungsrechtlich sind die in Rede stehenden Flächen bereits im Jahr 2019 mit dem Konzept „Neue Wohnbauflächen für Wuppertal“ als Siedlungsfläche avisiert und in die Regionalplanung aufgenommen worden. Nach dem durchschnittlichen Dichtewert der Regionalplanungsbehörde wären an dieser Stelle mehr als 560 Wohneinheiten möglich. Dieser Wert wird aus Rücksicht auf die Lage und Gegebenheiten mit rund 360 Wohneinheiten deutlich unterschritten.
Dazu Servet Köksal weiter: „Der entsprechende Beschluss aus dem Jahr 2019 wurde mit den Stimmen der Grünen gefasst. Auch deshalb wundert es, wenn diese sich jetzt überrascht oder sogar ‚geschockt‘ geben. In Wuppertal besteht ein Bedarf von rund 1.000 neuen Wohneinheit pro Jahr. Von dieser Quote erreicht die Stadt derzeit rund 25 Prozent.“

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