Neuer Billiganbieter am Döppersberg-wo bleiben die versprochenen Arbeitsplätze?

Am neuen Döppersberg gibt es einen neuen Laden. Er bringt den 150 Millionen-Umbau zügig auf das Niveau herunter, das man aus der Elberfelder Innenstadt kennt.

Die Tedi-Ansiedlung kommentiert ein Sachbearbeiter mit allgemeinen Phrasen über die ordnenden Kräfte des Marktes.

„Dr. Volmerig schweigt lieber zu dem Vorgang. Wo bleiben die vom Chef der Wirtschaftsförderung versprochenen 1000 Arbeitsplätze?“ fragt Bernhard Sander, zuständiges Mitglied der LINKEN in der Döppersberg-Kommission. Sander und Die LINKE sehen in dieser Ansiedlung das endgültige Scheitern des Projekts Döppersberg, das insbesondere von CDU, SPD und Grüne gegen alle Widerstände durchgeboxt haben. „Die Stadtspitze und die sie tragenden Parteien CDU, SPD und Grüne haben einen Leuchtturm versprochen und liefern nun eine mickrige Ölfunzel“.

Für viel Geld und mit vielen falschen Hoffnungen, die von der GroKo verbreitet wurden, ist ein Herzstück Wuppertals erst umgebaut und dann weit unter Wert verkauft, also privatisiert worden. Die Vermarktung übernahm erst ein global Player des Immobilienhandels und nach dessen Scheitern wieder der Investor Signature Capital. Von der versprochenen Strahlkraft und der belebenden Wirkung auf die Elberfelder City ist nichts übriggeblieben außer der Tedi-Ansiedlung, Primark, einem weiteren Textil-Billiganbieter, einer Drogerie und 4 Backshops.

„Herr Reese als Chef der Döppersberg-Kommission jagte einem Phantom hinterher, der Einzelhandel sei das Problem. Aber der Döppersberg musste scheitern“, sagt die LINKE: „Es ist nicht der schlechte Geschmack der WuppertalerInnen sondern die fehlende Kaufkraft in breiten Schichten der Bevölkerung.“ Daran scheitert letztlich auch die FOC-Konzeption für die Bahndirektion; weswegen Die LINKE die Aufhebung des Bebauungsplans auf die Tagesordnung des Stadtrates gesetzt hat.

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