Lückenschluss Radweg: Grüne unterstützen Verwaltungshandeln

Die Radverkehrsführung der Nordbahntrasse im Bereich Am Diek/Vor der Beule führte bislang schon häufiger zu Unfällen, weshalb die GRÜNEN auf eine sichere und schnelle Lösung drängen.

Susanne Fingscheidt, Sprecherin der GRÜNEN in der BV Oberbarmen:

„Es gibt zwar das Schlüsselprojekt der BV, den dortigen Lückenschluss zukünftig durch eine Brücke ( den sog. „Überflieger“) zu ermöglichen, aber diese sehr aufwändige und teure Lösung kommt wenn überhaupt erst in vielen Jahren. Wir halten es deshalb für richtig und dringend notwendig, dass jetzt schnell gehandelt wird. Bereits im April 2021 legte die Fachverwaltung die Planung für eine kostengünstige und sichere Radverkehrsführung vor, bei der über eine sinnvolle Einbahnstraßenregelung der Auto-, Rad- und Fußverkehr sicher und lückenlos und mit geringen Umwegen für einige wenige von der Luhnsstraße bis zur Einmündung der Trasse geführt hätte (VO 0813/20).“

Stadtverordneter Frank ter Veld der GRÜNEN Ratsfraktion ergänzt: „Im Einmündungsbereich der Supermarktausfahrt Am Diek wurden alleine zwischen 2021 und September 2023 insgesamt 16 Radfahrende von Kfz-Fahrenden verletzt. Gemäß den aktuellen Empfehlungen für Radverkehrsanlagen ist die dortige Radverkehrsführung auf dem Gehweg in Anbetracht des hohen Radverkehrsaufkommens nicht mehr zulässig. Darum hatte die Verwaltung bereits 2020, auch auf Anregung der Initiative „Fahrradstadt Wuppertal“, eine detaillierte neue Planung erstellt, die jedoch in April 2021 von der SPD und CDU in der Bezirksvertretung Oberbarmen abgelehnt wurde. Die Ablehnung war, wie so oft, von verkehrsideologischer Natur und hatte vorrangig die Bevorzugung des Autoverkehrs im Blick. Diese Ablehnung der umfangreichen Planungsstudie der Verwaltung zeigte auch die geringe Wertschätzung der beschränkten personellen Ressourcen des Verkehrsressorts“.

Iris Theuermann-Braß, GRÜNE Stadtverordnete und Bezirksvertreteterin in Oberbarmen:

„Frühes Handeln hätte wahrscheinlich Unfälle vermeiden können. Die Mehrheit der Fraktionen in der BV verschloss sich aber diesem sinnvollen Vorschlag, der endlich auch in unserem Bezirk einmal ein Zeichen für die dringend notwendige (und von allen beschworene) Verkehrswende zugunsten des nicht motorisierten Verkehrs gewesen wäre. Aber diesen Schritt vom Reden zum Tun vermochte die Mehrheit nicht zu gehen. Nun besteht dringender Handlungsbedarf aufgrund der nachgewiesenen Unfälle für die wir uns die geballte politische Unterstützung für ein geschlossenes, rasches Handeln der verantwortlichen Stellen wünschten.
Aber nein, die CDU mauert, mäkelt, unterstellt der Verwaltung Verzögerung beim Schlüsselprojekt. Was soll das? Die Nordbahntrasse braucht den Lückenschluss, die Fußgänger*innen haben ein Recht auf ungestörtes Gehen auf dem Fußweg. Hier sollte es schnell eine gerechte Aufteilung des Straßenraumes zwischen den Nutzer*innen geben. Beste Voraussetzungen dafür, die Schwächeren im Straßenverkehr zu schützen. Jetzt!“

 

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